Kaum Zwischenfälle

1.500 Teilnehmer bei Protest gegen Burschenbundball

08.02.2026

Laut Auskunft der Polizei verliefen die Proteste weitgehend ruhig. 

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© Bündnis "Linz gegen Rechts"/KK
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Die Proteste rund um den Linzer Burschenbundball sind am Samstagabend weitgehend ruhig verlaufen. Nach Angaben der Polizei kam es trotz eines Großeinsatzes nur zu einer Anzeige, größere Zwischenfälle blieben aus. Der Ball fand wie gewohnt im Palais Kaufmännischer Verein statt.

Das Bündnis „Linz gegen Rechts“ hatte erneut zu einer Demonstration gegen das aus seiner Sicht rechtsextreme Vernetzungstreffen aufgerufen. Die Kundgebung startete am Ars Electronica Center und führte über die Nibelungenbrücke und die Landstraße bis zum Martin-Luther-Platz, wo eine Sperrzone den Zugang zum Ballgelände absicherte. Laut Veranstaltern beteiligten sich rund 1.500 Personen am Protest, eine polizeiliche Schätzung wurde nicht veröffentlicht.

Nur vereinzelt kam es zu Provokationen

Die Demonstration verlief friedlich, auch wenn es laut Polizei vereinzelt zu gegenseitigen Provokationen kam. Ein Teilnehmer bedrohte einen Ballbesucher verbal und beschimpfte ihn, weshalb eine Anzeige wegen gefährlicher Drohung erstattet wurde. Zudem marschierte der sogenannte Schwarze Block mit, Ausschreitungen gab es jedoch keine.

Raml erstattete im Vorfeld Anzeige

Bereits im Vorfeld hatte FPÖ-Stadtrat Michael Raml Anzeige wegen anonymer, gewaltverherrlichender Aufrufe erstattet – ÖSTERREICH hat berichtet. Das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung ermittelt. Der Burschenbundball selbst wird seit 1948 veranstaltet, seit über einem Jahrzehnt begleiten ihn regelmäßige Proteste.