Bildungskonto

AK kritisiert massive Bildungskürzungen des Landes OÖ

12.01.2026

Beim Bildungskonto des Landes OÖ konnte man bis Ende 2025 bis zu 2.700 Euro für bestimmte Ausbildungen beantragen - das ist nun Geschichte. 

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© AK OÖ
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. Das Land Oberösterreich hat für 2026 das oö. Bildungskonto von 6,8 auf 5,8 Millionen Euro gekürzt. Zudem wird die Laufzeit des Kontos um zwei Jahre gestreckt. Das bedeutet, dass viele weiterbildungswillige Arbeitnehmer massive Einbußen haben werden. „Angesichts der Herausforderungen am Arbeitsmarkt ist es fatal, wenn es jetzt bei der beruflichen Weiterbildung der Arbeitnehmer:innen zu Kürzungen kommt“, so AK-Präsident Andreas Stangl.

Gekürzt wird bei vielen Weiterbildungen und bei bestimmten Zielgruppen. So erhalten zum Beispiel Personen, die einen Lehrabschluss berufsbegleitend nachholen, in Zukunft deutlich weniger Weiterbildungsförderung. Hier werden nicht mehr 60 Prozent der Kurskosten bis zu maximal 2.700 Euro durch das Bildungskonto abgedeckt, sondern der Fördersatz wurde auf 30 Prozent bis zu maximal 2.200 Euro gesenkt. Betroffen sind aber auch kostenpflichtige Ausbildungen im Sozial- und Gesundheitsbereich, wie zum Beispiel die Ausbildung zur Heimbeihilfe oder zur Ordinationsassistenz.

Kürzungen bei denen, die es am meisten brauchen

Das Land Oberösterreich kürzt aber auch bei Personen mit geringer formaler Bildung, bei älteren Arbeitnehmer ab 50 Jahren mit geringem Einkommen sowie bei Karenzierten und beim AMS gemeldeten Wiedereinsteiger. Gerade für diese Gruppen ist ein guter Zugang zu berufsbezogener Aus- und Weiterbildung enorm wichtig, um bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben.

Für all jene, die bisher das 60-prozentige (maximal 2.700 Euro) Bildungskonto in Anspruch nehmen konnten, kann der Verlust an Förderung bis zu 1.350 Euro ausmachen. „Das ist eindeutig die falsche Entwicklung. Es werden überall dringend Fachkräfte gesucht. Jetzt bei der Weiterbildung zu kürzen, ist der falsche Ansatz“, sagt Stangl. 

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