Bis Sonntag in Wels
Energiesparmesse 2026: Gastherme ist nach wie vor gefragt
26.02.2026Die Branche ächzt unter Förder-Hickhack.
Wels. Mit 92.500 verkauften Heizungsanlagen hat die Branche im vergangenen Jahr ein Minus von 11 Prozent im Vergleich zu 2024 verzeichnet. 31.900 Kunden entschieden sich für die Neuanschaffung einer Gastherme, wie aus den Unterlagen zur Auftakt-Pressekonferenz der Energiesparmesse Wels am Donnerstag hervorgeht. Die Vereinigung Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK) wolle, dass Gas- wie Stromnetze bald überwiegend erneuerbare Energien transportieren sollen.
Die Branchenvertreter forderten wiederholt eine technologieoffene Förderpolitik, denn nicht überall sei der Einbau der aktuell geförderten Systeme technisch und wirtschaftlich möglich. Man setze in Zukunft vermehrt auf Hybrid-Lösungen, also zwei kombinierte Heizsysteme, die je nach Anforderungen genutzt werden. In Zukunft werde sich das Thema auch vermehrt um die Kühlung drehen, sagte Alexander Sollböck, Obmann des Verbands der Installations-Zulieferindustrie (VIZ) im Pressegespräch.
Stimmung für 2026 zeigt nach oben
Zurückzuführen sei das Minus der Branche vor allem auf das lange Warten auf die neue Bundesförderung sowie die schlechte Auftragslage beim Neubau, sagte der Vorsitzende der VÖK, Helmut Weinwurm. Für das aktuelle Jahr erwarte man eine positivere Entwicklung. Erneut wurde das Auf und Ab in der Förderpolitik kritisiert. Nach dem großen Förderprogramm von 2024 war der Topf schon Mitte des Vorjahres ausgeschöpft. Im zweiten Halbjahr 2025 sei das Geschäft eingebrochen.
Alles in allem deute 2026 wieder alles auf bessere Ergebnisse hin, man sei "vorsichtig optimistisch". Man fordere von der Politik bessere Planbarkeit bei den Förderungen, denn "das Stop-and-Go ist schlecht für unsere Unternehmen", sagte Weinwurm. Er kritisierte die "überzogenen Förderungen von 16.000 Euro und darüber" - auch sollen die Töpfe so dimensioniert sein, dass sie das ganze Jahr reichen.