Wärmewandler geplant

Linz AG investiert Millionen in Energiewende

23.03.2026

Mit einem neuen Wärmewandler will die Linz AG ihre Fernwärmeversorgung nachhaltiger machen. Das Großprojekt soll einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. 

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© Linz AG/KK
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Die Linz AG plant, bis 2029 einen großen Wärmewandler im Kraftwerkspark im Linzer Hafen in Betrieb zu nehmen. Das Projekt gilt als zentrales Element der Energietransformation des Unternehmens.

In der Anlage wird Wasserdampf aus den Rauchgasen der Biomasse- und Reststoffheizkraftwerke genutzt, auf rund 100 Grad Celsius abgekühlt und nach der Kondensation für die Fernwärmeversorgung eingesetzt. Insgesamt sollen zwischen 75 und 86 Millionen Euro investiert werden. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Erdgas rasch zu reduzieren und langfristig günstige Fernwärme anbieten zu können.

200 Gigawattstunden Energie pro Jahr

Mit der neuen Technologie lassen sich jährlich rund 200 Gigawattstunden Energie erzeugen. Dadurch könnten etwa 15.000 Wohnungen dekarbonisiert werden. Aktuell stammen rund 400 der insgesamt 1.000 erzeugten Gigawattstunden aus erneuerbaren Quellen, künftig sollen es 600 und damit rund 60 Prozent sein. Weitere Projekte zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energie sind bereits geplant.

Der bestehende Kraftwerkspark wird künftig als „Energiepark Linz Mitte“ geführt und soll auch für Führungen geöffnet werden. Zehn Fachbereiche der Linz AG arbeiten an der Umsetzung. In Europa wird ein solcher Wärmewandler bislang nur in Kopenhagen und Hamburg betrieben. In Linz sollen unter anderem vier Großwärmepumpen mit je 90 Tonnen zum Einsatz kommen. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Energieinnovation.