Salzburg
Höhlen-Drama: Nur noch 160 m bis zum Ausgang
Beheizbares Sanitätszelt aufgebaut
Beim Höhlenausgang wurde ein 35 Quadratmeter großes beheizbares und beleuchtbares Sanitätszelt aufgebaut. In diesem steht medizinischess Equipment für Notfallmaßnahmen bereit. Dort kann der Verletzte, falls sich sein Zustand verschlechtert, auch narkotisiert werden. Sauerstoffflasche, EKG und eine Thoraxdrainage wurden ins Zelt gebracht. "Bisher ist der Patient stabil. Wir hoffen, dass das so bleibt", sagte Höhlenretter Christian Roither.
Falls ein Hubschrauberflug witterungsbedingt nicht möglich ist, kann der verletzte Höhlenforscher im Zelt medizinisch betreut werden. Angedacht wird auch ein Abtransport in einer Trage ins Tal. Die Rettungskräfte müssten den Polen hinuntertragen, ein Teilabschnitt könnte dabei auch fünf bis sechs Stunden dauern, sagte Seidl. "Das ist für den Patienten die schlechteste Transportvariante. Der Weg muss auch entsprechend abgesichert sein." In welches Spital der 27-Jährige gebracht wird, stand laut Angaben der Einsatzkräfte noch nicht fest. Das entscheide der Notarzt, hieß es.
Den 80 Meter langen Ikara-Schacht haben die Rettungstrupps mit dem Verletzten heute bereits hinter sich gebracht. "Jetzt sind sie im Bum-Bum-Schacht, der hat eine leichte Schräglage", schilderte Höhlenretter Gernot Salzmann. Es folgen noch eine weitere Schachtstufe und dann zwei Engstellen, wovon eine schon erweitert wurde. An der zweiten wird derzeit noch gearbeitet, wie Höhlenretter Anton Bamberger schilderte. Er half mit Kollegen am Ausbau der Schachterweiterung mit und arbeitete von Donnerstag 21.00 Uhr bis heute um 14.00 Uhr in der Höhle, um den Bergeweg für die Rettungsmannschaften vorzubereiten.