Gewinnentnahmen

Max Lercher: "Pflege darf kein Geschäftsmodell sein"

11.03.2026

Steirischer SPÖ-Chef  unterstützt "Stopp den Pflegeraub"-Volksbegehren der Arbeiterkammer Salzburg. 

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Stmk. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen im Pflege- und Betreuungssystem fordern der steirische SPÖ Chef Max Lercher und die Grazer SPÖ Vorsitzende Doris Kampus eine klare Neuausrichtung in der Pflege und Betreuung. 

"Seit Jahrzehnten werden Bereiche, die für unsere Gesellschaft und unser Miteinander enorme Bedeutung haben, nicht mehr vom Staat organisiert, sondern an Private ausgelagert, in der Hoffnung, dadurch Geld zu sparen. Wir kennen die Beispiele aus der Praxis: Vielerorts schließen öffentliche Pflege- und Betreuungseinrichtungen und mit dem Inventar – den Betten etc. – wird dann in der Nachbargemeinde oder sogar in derselben Gemeinde eine gewinnorientierte Einrichtung eröffnet – oft sogar mit Unterstützung der Landesabteilung", zeigt Lercher auf. 

Unter anderem deswegen unterstützt die steirische Sozialdemokratie auch das von der Arbeiterkammer Salzburg initiierte Volksbegehren „Stopp dem Pflegeraub“. Ziel der Initiative ist es, sicherzustellen, dass öffentliche Gelder im Pflegesystem nicht für Gewinnentnahmen verwendet werden, sondern vollständig in Pflegequalität, Personal und Betreuung investiert werden.

Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die Situation pflegender Angehöriger. Hunderttausende Menschen leisten Pflege zu Hause – oft zusätzlich zu Beruf und Familie und häufig ohne ausreichende soziale Absicherung. Diese Arbeit verdient Anerkennung und strukturelle Unterstützung. "Ein Anstellungsmodell für pflegende Angehörige und Betreuende mit fairer Bezahlung und voller sozialer Absicherung muss flächendeckend umgesetzt werden", fordert Lercher.