"Das war Körperverletzung"

Eurofighter-Notlandung: Opfer
 klagen Heer

04.10.2014

Nach dem Eurofighter-Spektakel von Tirol wollen Geschädigte das Heer klagen.

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© APA/zeitungsfoto.at/Daniel Liebl
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Juristisches Nachspiel der Eurofighter-Notlandung in Innsbruck. Wie berichtet, musste dort ein Kampfjet des Heeres einen Abfangflug abbrechen, weil im Cockpit ein Brand im Triebwerk angezeigt worden war.

Riesen-Knall:
 Berge angeblich schuld
Die Militärmaschinen flogen Überschallgeschwindigkeit, zwei gewaltige Knalle ließen Fensterscheiben bersten und Häuser wackeln. Dass sogar Erdbeben-Mess­geräte anschlugen, erklärte Heeressprecher Michael Bauer mit der Topografie Tirols: „Die Berge verstärken das Geräusch“, sagte er.

Beamter beklagt
 Risse im Haus
Die Erklärung reicht einem pensionierten Chemie-Professor aus Axams nicht: Er hat jetzt Anzeige gegen das Heer wegen Körperverletzung erstattet. Der Wissenschafter klagte nach dem Doppelknall über Kopfschmerzen und Übelkeit.

Wenig Verständnis für das Heer hat auch ein Tiroler Justizbeamter: Er hat Amtshaftung gegen das Ministerium geltend gemacht. Begründung: Durch die Überschall-Knalle sei sein Haus beschädigt worden. Für Risse im Mauerwerk seien die Eurofighter verantwortlich.

Eurofighter-Gipfel blieb ohne konkretes Ergebnis
Ohne Ergebnis blieb am Samstag ein Gipfel mit Minister Klug. Nur so viel: Mechaniker fliegen kommende Woche nach Innsbruck, um den Jet zu checken.

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