Einbruchswelle

Ost-Bande hält jetzt die Polizei in Atem

24.06.2010

Täter touren entlang der Transitroute und schlagen extrem häufig zu

Zur Vollversion des Artikels
© Michael Kröll
Zur Vollversion des Artikels

Innsbruck. Derzeit wird Tirol von einer Einbrecherbande heimgesucht, die seit Anfang Mai mindestens 20 Mal – auch in Salzburg und Oberösterreich – zugeschlagen hat. „Diese Gruppe ist für uns ein großer Brocken an Arbeit“, erklärt Manfred Spitzl vom Landeskriminalamt Tirol. Man tappt nämlich immer noch im Dunkeln.

Bargeld
Der Einbruchdiebstahl in der Nacht auf den 17. Juni geht vermutlich auch auf das Konto der Bande: Im Gewerbegebiet Mils wurde eine Getränke- und eine Handkasse entleert, neben dem gestohlenen Geld entstand auch hoher Sachschaden.

Beweis
Typisch für die Ostbande sind laut Spitzl: Viele Einbrüche in kurzer Zeit, relativ geringe Beute, Autos als Objekt der Begierde, und bevorzugt bricht sie in Firmengeschäfte ein. Typisch ist demnach, dass die Gruppe Autos stiehlt, damit Einbrüche begeht und diese dann stehen lässt, so passiert mit einem Auto aus Salzburg, das in Tirol gefunden wurde. Die Tiroler Polizei geht davon aus, dass die Ost-Diebesbande zwischen 50 und 100 Personen umfasst. Was die Gruppe mit der Diebesbeute dann macht? Spitzl erklärt: „Diese Leute sammeln das Diebesgut und dürften es dann bei Hehlern oder in der Heimat verwerten.“

Chronologie
Begonnen hat die Serie am 10. Mai in der Gegend von Bad Ischl (OÖ). Dann arbeiteten sich die Täter vom Flachgau bis in den Pinzgau und nach Tirol vor. In der Nacht auf Freitag raste ein Mitglied der Bande in Saalfelden-Haid vor einer Polizeikontrolle davon.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel