Prozess in Wien

Tod nach K.O.-Tropfen: "Keine Absicht"

12.04.2013

Natalie (27) starb nach Party: Hatte ihr 36-Jähriger Liquid Ecstasy untergejubelt?

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© privat, TZ ÖSTERREICH/Hochmuth
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Markus S. (36) sitzt in der Justizanstalt Josefstadt hinter Schloss und Riegel in U-Haft. Er wehrt sich mit prominenter Hilfe an seiner Seite: „Mein Mandant kann sich nicht vorstellen, dass in der Flasche bei ihm im Auto Liquid Ecstasy war“, sagte sein Anwalt Herbert Eichenseder am Freitag im Telefon-Gespräch zu ÖSTERREICH: „Er wird sich erst wieder dazu äußern, wenn die Analyse der Flüssigkeit feststeht.“

Party-Blondine lag vor Tod noch eine Woche im Koma
Der schlimme Vorwurf: Markus S. – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – soll Schuld am Tod der attraktiven Natalie D. (27) sein. Wie berichtet soll die Party-Blondine nach einer Technosause in Transdanubien aus einer Wasserflasche im Auto des 36-Jährigen getrunken haben. Der Inhalt: Liquid Ecstasy, auch bekannt als K.O.-Tropfen. Nach einer Woche Koma im AKH verstarb die lebensfrohe Natalie vergangenen Samstag. Markus S. war nach dem Vorfall untergetaucht, am Dienstag klickten die Handschellen. In einer ersten Befragung bei der Polizei soll er aber zu Protokoll gegeben haben, dass Liquid Ecstasy in der Flasche war. Davon will er jetzt nichts mehr wissen.

Bei einem Schuldspruch im Prozess drohen 10 Jahre
Gegen Markus S. wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

 

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