Polizist verdächtig

Vermisste Steirerin schwanger - Cobra-Cop weiter verhört

13.01.2026

Noch immer ist unklar, wo die engagierte Fitnesstrainerin sein kann. 

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Im Fall der vermissten Johanna G. aus Tillmitsch soll der 30-jährige Verdächtige auch am Dienstag noch von den Ermittlern befragt werden. Außerdem wird es weitere Vernehmungen im Umfeld der 34-Jährigen und des Festgenommenen geben, so Polizei-Sprecher Markus Lamb. Von der jungen Fitnesstrainerin und Wellnesscoach fehlt weiterhin jede Spur, seit sie sich am Freitag mit dem Cobra-Beamten aus der Südoststeiermark getroffen hatte. Außerdem wurde bekannt, dass sie wohl schwanger sein dürfte.

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Der Polizeibeamte war am Montag festgenommen worden, weil er ein Treffen mit Johanna G. zuerst abgestritten hatte. Erst als in einem Chat einer Freundin der Vermissten der Kontakt bestätigt wurde, knickte er ein und gestand, die 34-Jährige getroffen zu haben. Mit ihrem Verschwinden will er allerdings nichts zu tun haben. Aufgrund seiner widersprüchlichen Angaben in den Vernehmungen, wird der 30-Jährige weiterhin einvernommen und seine Aussagen überprüft. Untersucht werde, wie er das Wochenende verbracht hat und ob alles stimmt, was er der Polizei bisher gesagt hat.

In alle Richtungen ermittelt

Bis zu 48 Stunden kann der Verdächtige von der Polizei in Gewahrsam gehalten werden. Danach muss er entweder freigelassen oder in die Justizanstalt gebracht werden. Letzteres wird nur dann geschehen, wenn der Verdacht gegen ihn schwer genug wiegt. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es allerdings laut den Ermittlern bisher nicht. Weder in der Wohnung der Vermissten noch in der Wohnung des Beamten wurden verdächtige Spuren, die auf eine Gewalttat hinweisen, gefunden. Es seien allerdings noch nicht alle Spuren ausgewertet worden. Die Waffen des 30-jährigen Polizisten wurden vorsorglich bereits sichergestellt.

Seitens der Ermittler wurden am Dienstag Medienberichte bestätigt, wonach die Abgängige wohl schwanger sein dürfte, das hat zumindest das Umfeld von Johanna G. gegenüber der Polizei angegeben.  Ob die Schwangerschaft ein Motiv für eine Gewalttat sein könnte - er soll nämlich mit einer anderen Frau zusammen sein- ist bisher nicht bestätigt.

Die Sorge um die 34-Jährige ist jedenfalls groß. Ihr Umfeld sucht intensiv nach der hübschen Blondine, die Roadtrips liebt, und sehr sportlich ist. Von Kickboxen bis Eisbaden- die fröhliche und aufgeschlossene Johanna ist laut Freunden für alles zu haben. Erst im Herbst verbrachte sie eine längere Zeit in Portugal, ritt dort am Strand oder schlief im Camper. "Ich fühle mich beim Reisen mit Van so unglaublich frei, leicht und unbeschwert. In einer Gesellschaft wo in der Regel alles schneller wird, vergisst man sehr schnell auch auf sich selbst", schrieb sie damals auf Facebook.

Erst im Oktober 2023 hatte sich die junge Frau nach einem schlimmen Bandscheibenvorfall, ihr linker Fuß war gelähmt, nach einer Not-OP wieder ins Leben zurückgekämpft. Sie musste anfänglich sogar mit Krücken laufen, schaffte es aber trotzdem wieder bald als Fitnesstrainerin zu arbeiten. 

Mutter meldete Johanna als vermisst

Die Mutter der 34-Jährigen aus Tillmitsch hatte am Samstag eine Vermisstenanzeige erstattet, da sie ihre Tochter nicht erreichen konnte. Seit Freitag fehlt jede Spur von der Frau. Mehrere Suchaktionen wurden bereits am Wochenende veranlasst. So wurden beispielsweise ihre Laufstrecken abgesucht. Seitens der Polizei werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt: Weder ein Gewaltverbrechen, noch ein Unfall oder Suizid seien ausgeschlossen. 

Die Suche und die intensive Fahndung nach der sportlichen über 170 großen Blondine geht weiter. 

   (S E R V I C E - In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133)

   Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)

 

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