Neue Studie
Jeder fünfte Euro in Vorarlbergs Tourismus kommt von Tagesgästen
19.01.2026Vorarlbergs Tourismusverantwortliche wollen diese Gäste verstärkt umwerben.
Vbg. Vorarlbergs Touristiker wollen den Tagestourismus stärken. Rund 7,5 Millionen Tagesgäste - die Hälfte sind Einheimische - nutzen jährlich die touristischen Angebote des Landes. Mit 400 Mio. Euro machen sie ein Fünftel des touristischen Gesamtumsatzes aus. Das sind Ergebnisse einer Studie, die die Tourismusverantwortlichen am Montag präsentierten. Im Ausbau des Tagestourismus liege viel Potenzial, hieß es.
Neben den gut 9,3 Millionen Übernachtungsgästen will man auch den Tagestouristen künftig mehr Augenmerk schenken. 50 Prozent der Tagesgäste stammten laut der Studie zum "Freizeit- und Naherholungstourismus in Vorarlberg", die die Universität St. Gallen im Auftrag der Vorarlberg Tourismus GmbH erstellte, 2024 aus dem Land. 30 Prozent kamen aus Deutschland, 20 Prozent aus der Ostschweiz und Liechtenstein.
Ausflügler kommen vor allem im Sommer
Die Ausflügler nutzten besonders Seilbahnen, Bäder, Gastronomie und Kulturangebote, damit trügen sie zur ganzjährigen Auslastung und Finanzierung der Infrastruktur bei, hieß es. 4,8 Millionen von ihnen besuchten Vorarlberg laut Studienautor Roland Scherer im Sommer, gerade der Tagestourismus aus Süddeutschland nach Bregenz spiele eine große Rolle. So profitiere Vorarlberg auch von Gästen, die am deutschen Bodenseeufer urlaubten.
Ein gestärkter Tagestourismus wirke sich positiv auf Wirtschaftsleistung und Standortqualität aus, so der zuständige Landesrat Marco Tittler (ÖVP). Auf Grundlage der Studie soll die Wertschöpfung in dem Bereich verbessert werden, etwa durch Kombiangebote, damit die Ausflügler zusätzliche Angebote nutzen oder öfter zurückkehren. Laufend verbessere man Bus- und Bahnangebote zur leichteren Anreise. Die Ausweitung der Erlebniskarte V-Card werde als Ganzjahresangebot geprüft, so Tittler. "Wir wollen die Wertschöpfung steigern, nicht die Besucherzahl. Unsere Zielgruppen sind bereit, für hochwertige Angebote mehr Geld auszugeben", betonte Christian Schützinger. Inspiration, Information und Service sollen sie künftig vor allem digital erhalten.