Dramatische Szenen

Fiaker-Pferd bricht am Rennweg plötzlich zusammen

20.03.2026

Es ist schon wieder passiert: ein Fiaker-Pferd ist am Freitag am Rennweg plötzlich auf den Asphalt gekracht und liegen geblieben. 

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Ein Bild des Jammers bot sich den Passanten und Autofahrern am Freitag kurz nach 11 Uhr am Rennweg. Ein Fiaker-Gespann war gerade im dichten Stadtverkehr unterwegs, als eines der beiden Pferde plötzlich zu Boden krachte, nachdem es ausgerutscht war. Hilflos blieb das schwere Tier auf dem Asphalt liegen. Passanten beobachteten die Szene mit Entsetzen, doch das Verhalten des Kutschers sorgte für zusätzliches Unverständnis. Laut einer Zeugin blieb der Mann nämlich einfach sitzen, während sein am Boden lag.

Er soll der Zeugin gegenüber behauptet haben, dass er laut Vorschrift gar nicht absteigen dürfe. Laut dem betroffenen Fiaker-Unternehmen ist das auch der Fall. Der Kutscher habe die Aufsichtspflicht über das andere Pferd und "korrekt gehandelt".

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Einsatzkräfte rücken mit Sichtschutz an

Die alarmierte Polizei und die Feuerwehr waren rasch zur Stelle, um die brenzlige Situation zu entschärfen. Damit das Tier in Ruhe versorgt werden konnte und vor neugierigen Blicken geschützt war, stellten die Helfer einen Sichtschutz rund um den Unfallort auf.

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Schließlich gelang es, das Pferd namens "Kathi" wieder aufzurichten. Der Vorfall wurde seitens des Fiaker-Betriebs auch wie vorgeschrieben beim Veterinäramt gemeldet. Das Tier sei wohlauf, habe keine Verletzung davongetragen und befinde sich wieder im Stall. 

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Traurige Serie an Unfällen in der Stadt

Dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall in Wien. Erst am 4. März gab es in Simmering einen heftigen Zwischenfall in der Haidestraße. Dort brach ebenfalls ein Fiaker-Pferd zusammen und blieb regungslos auf der Straße liegen. Ein Tierarzt musste den Gaul schließlich noch vor Ort einschläfern. Auch im Dezember des Vorjahres kam es am Heldenplatz zu einem schweren Sturz. 

Für den Verein gegen Tierfabriken (VGT) ist das Maß schon länger voll. Die Tierschützer kritisieren seit Jahren, dass eine moderne Großstadt wie Wien absolut kein Platz für sensible Fluchttiere sei. Gefordert wird ein generelles Fiaker-Verbot in Wien.