Gumpendorfer Straße
"Kiss & Ride" statt Strafzettel: ÖVP will sicheren Schulweg bei Drogen-Hotspot
24.03.2026Rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße spitzt sich die Situation für Familien weiter zu, der tägliche Schulweg wird zur Belastung. Die Volkspartei Rudolfsheim-Fünfhaus fordert daher die Bezirksspitze zum Handeln auf.
Die prekäre Lage am Drogen-Hotspot rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße spitzt sich weiter zu. Neben Anrainern und Öffi-Nutzern sehen sich auch zunehmend Schüler mit der unzumutbaren Situation konfrontiert. Um Junkies und ihrem offenen Suchtmittelkonsum in der Gegend auszuweichen, bringen immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule.
Genau das wird jedoch zum Problem, denn: Wie oe24 berichtete (siehe dazu: Drogen-Hotspot bei U6: Jetzt hagelt es Strafen für Eltern-Taxis), wurden in den vergangenen Wochen vor Ort gezielt Verkehrskontrollen durchgeführt - mit empfindlichen Folgen. Wer kurz im Parkverbot anhielt, um sein Kind aussteigen zu lassen, musste zum Teil tief in die Tasche greifen. 110 Euro Strafe pro Fall sorgten für jede Menge Frust und Unverständnis.
"Kiss and Ride"-Zone gefordert
Die Volkspartei Rudolfsheim-Fünfhaus fordert daher in der Bezirksvertretungssitzung am 26. März eine "Kiss and Ride"-Zone. Ziel sei es, Eltern und Kindern einen sicheren Weg - ohne Verkehrsstrafen - zur Schule zu ermöglichen.
"Die massive Drogenproblematik bei der U6 Gumpendorfer Straße macht Schülern, Eltern und natürlich auch Anrainern sehr zu schaffen. Wenn SPÖ und Neos schon keine Maßnahmen bei der U-Bahnstation ergreifen, dann müssen sie wenigstens unserem Antrag zustimmen und einen sicheren Schulweg ermöglichen", fordert Felix Ofner, Bezirksparteiobmann der Volkspartei.
Für die vorgeschlagene "Kiss and Ride"-Zone will die Volkspartei morgens zwischen 7 und 8 Uhr drei bis vier Stellplätze nahe der U-Bahnstation freihalten. Eltern könnten dort so kurz stoppen, ihre Kinder sicher aussteigen lassen und anschließend zügig weiterfahren, ohne den Verkehrsfluss zu stören.