Terror-Alarm

15 Österreicher auf Al-Kaida-Todesliste

27.12.2010

Todesliste mit 15 Kopten aus Österreich der Al-Kaida-Teilorganisation gefunden.

Zur Vollversion des Artikels
© Österreich
Zur Vollversion des Artikels

Neuer Terror-Alarm in Österreich. Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH (Dienstagsausgabe) berichtet, gibt es im Internet eine "Todesliste" der irakischen Al-Kaida-Teilorganmisation, auf der auch 15 Kopten aus Österreich bedroht werden. Konkret stehen fünf Österreicher sowie zehn Kopten, die in österreichischen Kirchen arbeiten, auf der Al-Kaida Liste.

Die Terrororganisation  - "Islamischer Staat Irak" - hat diese Liste auf ihrer Homepage  www.shamikh1.net  veröffentlicht. Einer, der Bedrohten, Fotoreporter William Tadros, bestätigt ÖSTERREICH, dass er sich bereits an den "Verfassungsschutz gewendet habe. Die Al-Kaida will uns töten, weil wir uns für die christliche Minderheit in Ägypten einsetzen".

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der von Bedrohten kontaktiert wurde, hat gestern einen - ÖSTERREICH vorliegenden Brief - an VP-Innenministerin Maria Fekter geschrieben. Darin "ersucht" der FP-Chef Fekter "diesem Bedrohungsszenario ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken und alles zu unternehmen, um den Schutz der bedrohten Personen zu gewährleisten. Österreich kann nicht tatenlos zusehen, wie koptische Christen, die unserem Schutz vertrauen, von Terroristen bedroht werden."

Der heimische Verfassungsschutz hat bereits mit allen Bedrohten Kontakt aufgenommen und ermittelt. Die Bedrohung wird ernst genommen. Die Gruppierung hat sich zu einem Massaker in einer Kirche in Bagdad und zum Terrorattentat in Stockholm im Dezember bekannt.

Auf der Homepage, auf der die Todesliste veröffentlicht wurde, werden über 100 Kopten im Speziellen und Christen im Allgemeinen bedroht: "Daher verkündet das Kriegsministerium der islamisch-irakischen Republik, dass alle christlichen Zentren, Organisationen und Vereine mit allen ihren Mitgliedern als gerechtfertigte Ziele für unsere Mudschahidien gelten, wo auch immer sie erwischt werden können." Der Papst wird als "dummer Teufel" diffamiert, schreibt ÖSTERREICH.


 

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel