Affären

Fließend Englisch? Babler wehrt sich gegen Deepfake-Vorwurf

19.04.2026

Eine Internet-Plattform wirft dem SPÖ-Chef vor, auf einem Video sein Englisch mittels KI aufgebessert zu haben. Der wehrt sich jetzt auch rechtlich.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/ROLAND SCHLAGER
Zur Vollversion des Artikels

Die Englisch-Kenntnisse des Vizekanzlers haben schon für hämische Kommentare auf Social Media gesorgt - auf X (vormals Twitter) hat die Spotterei jetzt aber einen neuen Level erreicht. Ein User namens "Lukas" behauptet, SPÖ-Chef und Vizekanzler Babler hätte ein in Englisch aufgenommenes Video mittels Künstlicher Intelligenz aufgepimpt, um „flüssig und verständlich Englisch zu sprechen (richtig wäre “fließend Englisch")". Die Plattform “Fass ohne Boden" brachte das dann als Tatsache.

Babler ließ die Behauptungen auf Anfrage von oe24 dementieren: “Das Video ist weder mit KI erstellt noch manipuliert worden. Mit einem gängigen Tool von Adobe wurde in der Postproduktion Hall entfernt - so, wie wir bei jedem Video Audio bearbeiten, wo es Hintergrundgeräusche gibt." Und weiter: "Weder das Bild noch Andreas Bablers Stimme wurden mittels KI beeinflusst oder manipuliert."

Babler mobilisierte Anwalt

Man habe auch schon einen Anwalt eingeschaltet, so die Stellungnahme der SPÖ: “Ein anwaltliches Schreiben mit Aufforderung zur Unterlassung erging bereits an das Medium, das diese Falschmeldung verbreitet."

FPÖ attackiert Babler

Die FPÖ nutzte die Angelegenheit, um gegen Babler zu mobilisieren. “Die Bürger erwarten sich Ehrlichkeit und Authentizität von einem Regierungsmitglied und keine künstlich erzeugten Auftritte sowie keine Täuschung durch moderne Technik„, so FPÖ-Mandatar Wendelin Mölzer.