Halbjahres-Bilanz:

Asylanträge um 44 Prozent gesunken

14.07.2018

Im ersten halben Jahr stellten weit weniger Flüchtlinge einen Asylantrag als noch 2017.

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© APA/Sebastian Kahnert (Symbolbild)
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Hochgerechnet werden bis Ende des Jahres 2018 14.000 Asylwerber nach Österreich gekommen sein. So wenige Anträge wurden zuletzt im Jahr 2011 verzeichnet. ÖSTERREICH kennt die Halbjahres-Bilanz 2018.

  • Anträge: 7.098 Menschen stellten zwischen Anfang Jänner und Ende Juni einen Asylantrag. Das sind 44 Prozent weniger als im letzten Jahr – da waren es 12.673. Mehr als die Hälfte davon waren Männer und nur bei 14 % davon handelt es sich um Mehrfachantragssteller.

  • Herkunft: Die meisten Anträge (1.829) wurden bei weitem von Syrern gestellt. Gefolgt von Afghanen (1.062) und Iranern (490).

  • Entscheidungen: In den vergangenen sechs Monaten wurden knapp 29.000 Entscheidungen über Asylanträge gefällt. Weit mehr als die Hälfte, konkret 16.544, fielen rechtskräftig negativ aus.

„Dass die Zahl der Asylanträge weiter sinkt, ist noch lange kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Wir beobachten in den vergangenen Monaten auf dem Westbalkan in einzelnen Ländern einen deutlichen Anstieg bei den illegalen Grenzübertritten“, so FPÖ-Innenminister Herbert Kickl.

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