Antisemitisches Stereotyp

‚Brunnenvergifter‘: Wirbel um FPÖ-Höbart

28.11.2018

Freiheitlicher sorgt mit antisemitischem Ausdruck für Aufregung. 

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© Parlamentsdirektion/WILKE
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Der Streit zwischen der FPÖ und dem ORF geht in die nächste Runde. Diesmal kritisieren die Blauen, dass die Hitler-Parodie Er ist wieder da im ORF in der Hauptsendezeit gezeigt wurde. Dies sei zwar "legitim", so FP-Generalsekretär Christian Hafenecker. Die anschließende Diskussion sei in eine falsche Richtung gegangen. Er stört sich besonders am Ende des Films: "Da werden rechtskonservative Politiker aus ganz Europa mit Adolf Hitler konnotiert, darunter auch unser Vizekanzler Heinz-Christian Strache." Die "tagtägliche Agitation des ORF" müsse Konsequenzen haben, fordert er.

Brunnenvergifter

Dass sich die FPÖ über den Hitler-Film im ORF echauffierte, sorgte in den sozialen Medien für Aufregung. Zahlreiche User kritisierten die Freiheitlichen wegen ihrer erneuten Attacke auf den ORF. In die Diskussion mischte sich dann auch der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Christian Höbart ein. Wie die Anti-FPÖ-Seite „Facebook Fails“ aufzeigte, schrieb der Freiheitliche dabei: „Ihr seid solche schlimmen Brunnenvergifter. Schämt Euch!“

Höbart greift dabei auf einen besonders heiklen Begriff zurück. Der Vorwurf der Brunnenvergiftung ist seit dem Mittelalter eines der beliebtesten antisemitischen Stereotype und diente der Legitimation von Judenverfolgungen.

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