Nationalfeiertag

Darabos verlegt Kranzniederlegung

12.10.2012

Zukünftig kein Kranz mehr für das Denkmal des "Toten Soldaten".

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© APA/HERBERT NEUBAUER
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Die traditionelle Kranzniederlegung zum Nationalfeiertag macht heuer einen Bogen um das Denkmal des "Toten Soldaten" in der Krypta am Wiener Burgtor. Vielmehr werden Bundespräsident Heinz Fischer und Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) die Kränze bei der Gedenktafel für die im Einsatz verstorbenen Bundesheer-Soldaten niederlegen, so Darabos am Freitag in einer Aussendung. Er argumentierte die "Zäsur in der Gedächtniskultur der Zweiten Republik" unter anderem mit den jüngsten Erkenntnissen zum Bildhauer Wilhelm Frass. Für die Umgestaltung der Gedenkstätte gibt es nun einen konkreten Zeitplan.

NS-Huldigungsschreiben
Im Sommer war unter dem Denkmal des "Toten Soldaten" eine Kapsel mit zwei Schriftstücken gefunden worden. Eines davon war ein NS-Huldigungsschreiben von Frass, das zweite eine pazifistische Schrift, unterzeichnet vom Bildhauer Alfons Riedel. Darabos hat nun entschieden, dass die Kränze "bewusst nicht mehr bei der Skulptur des Nazi-Sympathisanten Frass niedergelegt" werden sollen, bestätigte er einen "Standard"-Bericht. Durch die Niederlegung an der Gedenktafel - ebenfalls in der Krypta - werde der Nationalfeiertag nun "mit dem Andenken an die im Dienst verstorbenen Soldaten unseres Bundesheeres verknüpft".

Für den Verteidigungsminister ist dies ein weiterer Schritt in Richtung "zeitgemäßes Gedenken". Für die Neugestaltung der Krypta gebe es nun überdies einen konkreten Fahrplan des Projektteams. Die Vorbereitungen werden von einem international besetzen Beirat begleitet, im August 2013 ist ein Künstlerwettbewerb geplant, ab dem Frühling 2014 soll dann das Siegerprojekt umgesetzt werden.

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