Grosz gesagt: Der kritische Blick

Das Volk wartet seit Monaten auf finanzielle Hilfe!

16.12.2022

Polit-Blogger und oe24-Kolumnist Gerald Grosz kommentiert für Sie die Polit-Woche in seiner bekannt charmanten Art.     

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Liebe User und Seher von oe24
Willkommen bei Grosz gesagt. Dem überaus kritischen Blick auf die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit. Kritisch, direkt, unabhängig und scharf wie Messer. Versprochen!
War uns nicht ein Teuerungsausgleich versprochen? Und Hände hoch, wer wartet noch auf den Klimabonus? Obwohl im Sommer bereits beschlossen, hocken noch immer 300.000 Österreicher in ihren Stuben, schauen auf den Kontoauszug und sitzen im Trockenen.

Derweil explodieren die Kosten, und das seit Monaten. Der Bürger ist mit seinem Ersparten in Vorleistung getreten. Der einfache Bürger zahlt seit Monaten höhere Treibstoffpreise, höhere Lebensmittelpreise, höhere Energiepreise. Der einfache Staatsbürger führt diesen von der Regierung initiierten und angeordneten Wirtschaftskrieg, währenddessen die Politiker wie einst Dagobert Duck im Geldspeicher ihrer Gehaltserhöhung baden. Also während Menschen auf Teuerungsausgleiche warten, auf die Gaspreisbremse warten, auf die Strompreisbremse warten haben Andere diese Probleme nicht. Sie schauen einfach auf ihren Gehaltszettel und erfreuen sich der fetten Aufbesserung von 1000 Euro im Monat. Das Volk wartet seit Monaten auf 500 Euro, die Politiker genehmigen sich 1000 im selben Monat. Eine ungerechte Welt. Aber das ist eben die Solidarität, die man uns abverlangt.

Und Manche sind eben solidarisch und andere solidarischer. Solidarität mit den Armen, Solidarität mit den Opfern des Krieges in der Ukraine. Ihr müsst solidarisch sein, forderten die politischen Führer der Union, als sie die Sanktionen gegen Russland beschlossen und Europa in eine Armut, in eine Horrorinflation, in eine Teuerungswelle ungeahnten Ausmaßes schickten. Und ausgerechnet Jene, die unseren Gürtel enger schnallten sind nun jene, die zu Hause, im Wohnzimmer, die Geldsäcke mit Schmier- und Schwarzgeld horten. Ausgerechnet jene, die die Oligarchen bestrafen wollten, sind die größten Oligarchen Europas. Für ein paar Silberlinge werfen sie ihre Überzeugung über Bord, für ein wenig Geld verkaufen sie Anstand und Moral. Ja, ich spreche von einer EU-Vizeparlamentspräsidentin, ihrem Umfeld und einigen Abgeordneten, die die Spitze des Eisberges, in diesem Fall, die Untiefe des Brüsseler Korruptionssumpfes, wunderbar abbilden. Sie ließen sich schmieren, sie waren korrupt, sie hielten das Händchen auf. Wahlweise für Katar, der Vorzeigedemokratie im Wüstensand, oder für Marokko.

Wer das Gold hat, macht die Regel, dachten sich die EU-Bonzen und freuten sich über die fetten Zuwendungen, die über dunkle Kanäle aus dem Morgenland von Kaspar, Melchior und Balthasar in großen Truhen gebracht wurden. Also jene, die uns einfachen Bürgern das Bargeld limitieren oder gleich verbieten wollen, lagern die illegalen Scheine zu Hause. Jene, die uns Bürger unter Generalverdacht stellen, brechen das Gesetz, prellen die Steuer. Jene, die neue Steuern gegen die Menschen einführen, betreiben ihr steuerschonendes Geschäft in den Brüsseler Büros. Jene, die sich über uns moralisch erheben wollen, uns bevormunden, sind die größten Ganoven. Und wenn wir schon dabei sind: Wie viele Milliarden sind von der EU an die Pharmakonzerne geflossen, um uns Bürger in die Spritze zu treiben? Wer hat hier das Händchen aufgehalten, wer hat hier verdient? Wer hat die Gesundheit der Menschen missbraucht, um ein dreckiges Geschäft zu machen? Und wie kann es sein, dass ausgerechnet der Ehemann der Kommissionspräsidentin für einen amerikanischen Pharmakonzern arbeitet? Und weil wir gerade dabei sind: Wieviel von unserem Steuergeld, das unseren Haushalten fehlt, ist mittlerweile in die Waffenindustrie geflossen oder in Oligarchenkanälen in der Ukraine versunken?

Ein Treppenwitz der Geschichte: Die Oligarchen von Brüssel sanktionieren die Oligarchen von Moskau, um es den Oligarchen von Kiew zu geben. Und wir, wir grübeln derweil über unseren Stromrechnungen. Apropos Rechnung: Die Rechnung ist nicht ganz aufgegangen. Corona ist Geschichte, also zumindest die Angst davor. Und dennoch sind unsere Spitäler zum Bersten gefüllt. „Sterbende liegen in Wien am Gang“, titeln die Zeitungen. Kein freies Bett bekommt man mehr, Krankenhäuser weisen die Patienten ab. Und das, obwohl das Polit-Ebola der letzten 3 Jahre so wenig Infektionen, wie in keinem anderen Winter, verursacht. Was ist da los im Gesundheitswesen? Langsam aber sicher kommt die Wahrheit ans Tageslicht. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Unterbezahltes Pflegepersonal, überlastetes Ärztepersonal, Betten, Spitalsstationen. Über Jahre wurde das Gesundheitssystem zu Tode gespart. Von jenen, die vorgaben, das Gesundheitssystem schützen zu wollen. Jede Gemeinde bekam zwei Kreisverkehre, dafür wurde aber das Spital geschlossen. Schön, wenn Bürgermeister den Blumenschmuckbewerb gewinnen, aber die Gesundheitsversorgung aufs Spiel setzen. Die Pfleger bekommen zu wenig Geld, die Ärzte wandern ins Ausland ab.

Genauso wie es die Politik wollte. Denn das Gesundheitssystem muss doch effizient sein. Und nun ist es so effizient, dass wir nicht einmal einen Grippevirus unbeschadet überstehen. Apropos Virus: Die Klimaterroristen sind ohne Unterlass unterwegs. Keine freie Asphaltfläche, an die sie sich nicht kleben. Kein Gebäude, das nicht mit schwarzer Farbe überschüttet wird. Der militärische Arm der Ökoterroristen wird immer aggressiver, sie radikalisieren sich. Der Staat schaut zu, verteilt Organstrafmandate. In Deutschland gab es bereits eine Razzia, wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. In Österreich sieht die Regierung tatenlos zu. Ja, auf der Regierungsbank gibt es sogar Figuren, die für die Schikane des Volkes Verständnis finden. Da ist es dann auch verständlich, dass die FPÖ mittlerweile bei 30 Prozent in den Umfragen rangiert, die ÖVP auf 19 Prozent abstürzt. Wer nicht hören will, muss eben fühlen. Nächste Woche hören Sie wieder von mir, wenn es das letzte Mal in diesem Jahr heißt: Grosz gesagt! Bleiben Sie mir dahin treu.

  

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