Neue Studie

Ebola in einer Woche auch bei uns

16.10.2014

Ministerin: "Schließe Ebola in Österreich nicht aus."

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© APA, Sabine Oberhauser
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Kein Tag ohne Hiobsbotschaft: In Madrid mussten 183 Passagiere eines Flugzeugs aus Paris in Quarantäne gesteckt werden, nachdem ein nigerianischer Fluggast am ganzen Körper zitterte. Zudem schockieren neue Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Rund 4.500 Todesfälle und 9.000 Infektionen wurden bis jetzt registriert, und die Aussichten sind trüb – auch in Europa könnten neue Fälle eingeschleppt werden. Laut US-Forschern soll die Seuche spätestens Ende nächster Woche auch bei uns in Europa angekommen sein. So der statistische Horror. Als erste Länder könnte es England und Frankreich treffen.

Oberhauser zu ÖSTERREICH: "Kein Einreise-Screening"

Am Donnerstag diskutierten die EU-Gesundheitsminister in Brüssel zu Ebola, darunter auch Sabine Oberhauser (SPÖ). „Ich schließe Ebola in Österreich nicht aus. Aber wir sind gut gerüstet“, sagt sie zu ÖSTERREICH. Täglich würde eine Person aus einem Ebola-Gebiet in Österreich einreisen, bisher (von April bis Oktober) waren es 160. Deshalb wird der Notfallplan jetzt neu überarbeitet:

  • Mehr Information. Die Bevölkerung wird vermehrt über Ebola informiert.
  • Schulung der Pfleger. Weil sich in Spanien und den USA Pfleger ansteckten, wird Österreich die Schulungen für Spitalspersonal intensivieren. „Wir haben ohnehin ein hohes Level“, so Oberhauser.
  • Kein Screening. Oberhauser sagt aber: „Panik ist auch eine Epidemie.“ Deshalb wird es vorerst kein Screening von Einreisenden geben, der Datenaustausch soll aber intensiviert werden.

(prj, küe)

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