Sanktionen nicht ausgeschlossen

Eskalation in Ukraine: Kneissl macht Druck auf Putin

27.11.2018

Karin Kneissl schließt angesichts der Eskalation neue Russlandsanktionen nicht aus.

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© APA/HANS KLAUS TECHT
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Berlin/Kiew. Der Krim-Konflikt zwischen der Ukraine und Russland eskaliert. Ös­terreichs Außenministerin Karin Kneissl will nun mehr Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft brachte sie bei einem Besuch in Berlin neue Sanktionen ins Spiel. „Es wird zu prüfen sein“, sagte Kneissl. Allerdings müsse der Zusammenstoß russischer und ukrainischer Einheiten in der Straße von Kertsch zuvor aufgeklärt werden. 24 ukrainische Marinesoldaten sind in Haft, die Ukraine hat das Kriegsrecht verhängt.

"Russland sieht Ukraine als irregeleiteten kleinen Bruder"

ORF-Korrespondent Wehrschütz im Gespräch:
 
ÖSTERREICH: Was wollen die Russen mit der Eskalation?

Christian Wehrschütz: Russland will die Destabilisierung der Ukraine und sieht sie noch immer als irregeleiteten kleinen Bruder. Die USA und die EU müssen mäßigend auf beiden Seiten eingreifen.
 
ÖSTERREICH: Ist das Kriegsrecht Wahltaktik Poroschenkos?

Wehrschütz: Sicherlich auch. In der Ukraine denken viele, dass Poroschenko ursprünglich durch das Kriegsrecht die Wahlen aussetzen wollte, weil er in Umfragen sehr schlecht liegt.

(baa)
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