Abfangjäger

F-5 kosten jährlich 18 Mio., Eurofighter 63 Mio.

05.01.2007

Das Leasing von 12 gebrauchten Schweizer F-5-Jägern ist um zwei Drittel billiger als der Kauf von 18 Eurofighter.

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Rund um die umstrittenen Eurofighter ist zuletzt eine Debatte um die Verlängerung des Leasings gebrauchter F-5-Flieger von der Schweiz ausgebrochen. Die SPÖ pochte zuletzt auf eine Verlängerung des Leasing-Vertrages als billigere Alternative zum Eurofighter. Die öffentlich bekannten Kosten zeigen jedenfalls, dass das Leasing der F-5 pro Jahr um zwei Drittel billiger ist als der Kauf der Eurofighter wäre.

Die gemieteten 12 Stück F-5 kosten für vier Jahre (bis 2008) 75 Millionen Euro. Das sind 18,75 Mio. Euro pro Jahr. Die Anschaffung der 18 Eurofighter kostet zwei Mrd. Euro. Hinzu kommen Zusatzinvestitionen für Einführung und Betrieb des neuen Systems in Höhe von 463 Mio. Euro. Die jährlichen Betriebskosten betragen 50 Mio. Euro. Bei einer Lebensdauer von 40 Jahren würden die Eurofighter damit jährlich fast 63 Mio. Euro kosten.

Schweizer nicht einig
Der Chef der Schweizer Luftwaffe, Divisionär Markus Gygax, hatte kürzlich erklärte, dass man über eine zeitliche Ausdehnung der Mietvereinbarung für die F-5 mit Österreich sprechen könne. Er löste damit eine heftige Debatte aus, bei der vor allem Airchief Erich Wolf unter Druck geriet. Er hatte zuvor gemeint, dass eine Verlängerung des Leasings der Schweizer Kampfjets keine Alternative zum Eurofighter sei, weil die Schweizer ihre Flugzeuge zurück bräuchten.

Das wurde später auch vom schweizer Verteidigungsminister Samuel Schmid so dargestellt. Eine Verlängerung könne er sich nicht vorstellen, weil einerseits die Schweiz selbst Bedarf danach habe, und andererseits wohl auch Österreich nicht mit Provisorien seinen Luftraum sichern wolle, sagte Schmid und widersprach damit den Angaben des Schweizer Luftwaffenchefs.

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