Truppenabzug

Golan-Blauhelme in Wien gelandet

12.06.2013

Die ersten 67 Bundesheer-Soldaten sind damit wieder in Österreich.

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© ÖSTERREICH/ Bruna
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„Ich spreche allen meinen Dank und meine Hochachtung aus“, erklärte SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug den 66 Soldaten und einer Soldatin, die am Abend in Wien landeten. Die erste „Tranche“ der UNO-Blauhelme wurde gestern – wie von ÖSTERREICH angekündigt – vom Golan über Israel heim gebracht.

Nach 39 Jahren friedenssichernder Mission in der Pufferzone zwischen Israel und Syrien ziehen die Österreicher nun endgültig ab. Eine international kritisierte Aktion der heimischen Bundesregierung.

Und daher wurden diese ersten Soldaten – insgesamt waren 380 Soldaten aus Österreich am Golan stationiert – gestern am „General Aviation Airport“ in Schwechat auch von Klug und Bundeskanzler Werner Faymann persönlich begrüßt.

„War zu gefährlich“
Und so „begründeten“ Kanzler und Verteidigungsminister denn auch den Soldaten persönlich ihre Entscheidung die Mission abzubrechen: „Nachdem der syrische Bürgerkrieg mittlerweile auch im Einsatzgebiet der UN-Soldaten ausgetragen wird, hat sich eine Situation ergeben, die mit dem eigentlichen Auftrag unserer Soldaten nichts mehr zu tun hat. Die Gefahr, dass unsere Friedenssoldaten zwischen die neuen Fronten geraten, ist zu groß. Das Leben unserer Soldatinnen und Soldaten und ihre Sicherheit gehen vor.“

Die ersten zurückkehrenden Soldaten unterstützen den Abzug offenbar. Auch, wenn sie darunter leiden, dass sie nun von einigen als „Angsthasen“ tituliert werden.

 

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