Höheres Risiko

Jeder 3. Sitzenbleiber ist Zuwanderer

07.07.2009

Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache bleiben eher sitzen.

Zur Vollversion des Artikels
© APA
Zur Vollversion des Artikels

Schüler mit Migrationshintergrund haben ein deutlich höheres Risiko sitzenzubleiben als Kinder mit Deutsch als Muttersprache. Von den 24.000 Schülern, die im Schuljahr 2007/08 eine Klasse wiederholen mussten, haben 28,8 Prozent Deutsch nicht als Muttersprache, wie aus Daten der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) hervorgeht. Zum Vergleich: Der Anteil von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Muttersprache an allen Schülern beträgt 16,4 Prozent.

Besonders hoch ist der Anteil von Kindern nichtdeutscher Muttersprache an den Sitzenbleibern im Pflichtschulbereich: An den Volksschulen ist das jeder zweite (51,7 Prozent), während der Anteil von Kindern nichtdeutscher Muttersprache an allen Volksschülern bei 21,3 Prozent liegt, an der Hauptschule sind es 56,9 Prozent (19,6 Prozent) und an den Polytechnischen Schulen 56,8 Prozent (20,6 Prozent).

An den mittleren und höheren Schulen ist der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund an den Wiederholern niedriger, aber immer noch fast doppelt so hoch wie ihr Anteil an der Gesamtschülerzahl der entsprechenden Schulform: So hat an den AHS jeder fünfte Sitzenbleiber (20,8 Prozent) Deutsch nicht als Muttersprache, an allen AHS-Schülern stellt diese Gruppe aber nur 12,5 Prozent. An den berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) sind 36,3 Prozent der eine Klasse wiederholenden Schüler Kinder nichtdeutscher Muttersprache (21,1 Prozent), an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) beträgt ihr Anteil an den Sitzenbleibern 18,1 Prozent (10,5 Prozent).

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel