Moderne Konservative

Von der Leyen gibt ÖVP Tipps

05.10.2012

Johanna Mikl-Leitner holte deutsche Sozialministerin zum ÖAAB-Kongress.

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© TZ ÖSTERREICH / Kernmayer
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Wien. Ihr Besuch war kurz, verfehlte aber seine Wirkung nicht: Beim heurigen Kongress des Österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerbundes (ÖAAB) war die deutsche Sozialministerin Ursula Von der Leyen von der Schwesternpartei CDU auf Einladung von ÖAAB-Chefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zu Gast.

In Sachen Arbeitswelt appellierte Von der Leyen: „Wenn Unternehmen feststellen, dass Konflikte zunehmen und Krankenstände steigen, müssen neue Formen des Zusammenarbeitens etabliert werden.“

„Begriffe wie Rabenmutter gehören auf den Müll“
Die siebenfache Mutter Von der Leyen sprach sich für ein modernes Frauen- und Familienbild aus: „Begriffe wie Rabenmutter oder Heimchen am Herd gehören auf den Müllhaufen der Geschichte.“

Die polarisierte Debatte verschärfe den demografischen Wandel, sie riet der ÖVP zu mehr Offenheit.

Der Kongress stand unter dem Motto: „Familie, Beruf, Freizeit: Lebensqualität mit Zukunft.“

Mikl-Leitner ließ mit zwei Ansagen aufhorchen:

  • Sie sprach sich für eine tägliche Turnstunde in der Schule aus: „Kindergesundheit beginnt bei der Prävention. Deswegen setzen wir uns für die tägliche Turnstunde ein.“ Die Bundessport-Organisation (BSO) hat bereits über 50.000 Unterschriften dafür gesammelt.
  • Mikl-Leitner fordert außerdem, dass der Umgang mit Diensthandys in der Freizeit geregelt wird: „Die Erreichbarkeit rund um die Uhr führt oft zu einer physischen und psychischen Belastung. Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen müssen angepasst werden.“
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