ÖVP rückt von ihm ab

Justiz will Strasser befragen

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© TZ ÖSTERREICH/Lechner, Kernmayer
Gegangen: Gestern reichte Strasser formal seinen Polit-Rücktritt ein.
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Gestern hat der Ex-VP-EU-Mandatar in Brüssel formal seinen Rücktritt eingereicht. Nach der „Korruptionsaffäre“ will ihn nun die Justiz befragen.

Seine ehemalige Partei – Ernst Strasser hat seine VP-Mitgliedschaft ruhend gestellt – rückt von ihm ab. Sein einstiger Chef, VP-Landeshauptmann Erwin Pröll, zeigt sich „menschlich zutiefst enttäuscht“ vom Ex-EU-Mandatar. Der ehemalige schwarze Innenminister ist, wie berichtet, in die (Korruptions-)Falle von zwei Sunday Times Reporter gefallen.

  • Die heimische Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt bereits seit vergangener Woche gegen ihn.
  • Demnächst soll Strasser von der Staatsanwaltschaft befragt werden.
  • Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF will Strassers Ex-Büros in Brüssel und Straßburg durchsuchen – dies scheiterte bislang an einem Rechtsstreit mit der EU. Die Büros des gefallenen Ex-VP-Stars wurden aber versiegelt.
  • Zudem werden nun auch Strassers sonstige Lobbying-Aktivitäten und Kunden durchleuchtet, um zu erfahren, ob es noch weitere potenzielle Unvereinbarkeiten gegeben hat.

Strasser selbst dementiert alle Anschuldigungen gegen – er behauptet weiterhin, dass er die Treffen mit den vermeintlichen Kunden „nur als Provokateur gemacht“ habe...