Der ORF kann nur gerettet werden, wenn man die Parteien endlich aus dem ORF raushaut. Natürlich kann man argumentieren, dass in einer repräsentativen Demokratie die Parteien gemäß ihrer Stärke im Nationalrat im Stiftungsrat des ORF vertreten sein sollen. Das klingt ja auch logisch. Es hat nur einen Haken: Die Parteien entsenden Stiftungsräte, die nicht nach Expertise entscheiden, sondern nach Vorgaben der jeweiligen Parteizentralen – und genau das braucht niemand.
Jahrzehntelang wurde der ORF von den Parteien geführt und es hat noch nie funktioniert, daher ist ein kompletter Neuanfang ohne Parteien notwendig. Es wäre sogar vernünftiger einen Teil der Mitglieder des Stiftungsrates einfach auszulosen, das würde unter Garantie zu objektiveren Entscheidungen führen und den ORF stärken.
Es gilt nämlich uneingeschränkt der Sager vom legendären ORF-General Gerd Bacher, dass sich die Parteien nicht dafür interessieren, wie es dem ORF geht, sondern nur dafür, wie es ihnen im ORF geht. Vorschlag: Verkleinern wir den Stiftungsrat radikal, aktuell sitzen da über 30 Personen drin. Setzen wir Experten, Publikumsvertreter und Betriebsräte rein und fertig. Einen Versuch wäre es wert. Schlechter kanns ja kaum noch werden.