Gerald Grosz

Totalschaden einer Partei

11.01.2026

Soll Christian Kern SPÖ übernehmen? Ein Kommentar von Gerald Grosz. 

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Andreas Babler ist nicht das Symptom der SPÖ – er ist ihre Diagnose. Der Mann steht wie kein Zweiter für den geistigen und strategischen Totalschaden einer Partei, die einst für Aufstieg und Gerechtigkeit stand und heute nur noch für Posten und Phrasen. Talentfrei, ideologisch verbohrt und rhetorisch auf Bezirksstammtisch-Niveau hat er sich dank interner Seilschaften an die Spitze manövriert. Nicht gewählt, sondern verwaltet. Nicht geführt, sondern getragen – von Funktionären, die den eigenen Abgrund für Haltung halten.

Während Inflation, Schulden und Leistungsverweigerung das Land belasten, klammert sich Babler an den Sessel wie ein Schiffbrüchiger an ein Leck. Umfragen im Sinkflug? Egal. Parteibasis unruhig? Nebensache. Hauptsache im Amt. Die Sozialdemokratie wird unter ihm nicht erneuert, sondern entkernt. Prinzipien über Bord, Realpolitik ersetzt durch Moralkeulen.

Ein Talent hat er allerdings: Er ist der effizienteste Wahlkampfhelfer der Opposition. Gratis, unermüdlich, täglich. Man muss ihm danken – für die Klarheit. Denn selten war so offensichtlich, wie tief die SPÖ gefallen ist. Und ja, Christian Kern wäre besser. Aber besser als schlecht ist noch lange nicht gut. 

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