FPÖ-Vizebürgermeister

Nepp erntet Mega-Shitstorm wegen Posting

29.04.2019

Die Wiener FPÖ verbreitet Foto von Müttern mit Kopftuch in Wiener Park.

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© APA/HERBERT PFARRHOFER
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Für einen Shitstorm sorgte am Freitag der blaue Vize-Bürgermeister Dominik Nepp auf den sozialen Plattformen Facebook und Twitter. Nepp postete ein Foto, welches mehrere Frauen zeigt, die einen sonnigen Tag im Türkenschanzpark verbringen. Dabei tragen viele der Abgebildeten Kopftücher - eine Tatsache, die Nepp offenbar als "befremdlich" empfand. Sein Text dazu: "Kein Fernreise-Bild, sondern befremdliche Impressionen aus dem Türkenschanzpark." Auch FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus kommentierte das Bild: "Da bekommt das Wort Türkenschanzpark plötzlich eine neue Bedeutung." Dass solch ein Foto, rechtlich gesehen, nur mit Zustimmung der Abgebildeten veröffentlich werden darf, vergaß der blaue Vizechef offenbar - denn verpixelt wurden die Frauen und Kinder nicht.

Nepp bezeichnete User als »linke Trolle«

Kritik. Neben einigen hasserfüllten Beiträgen hagelte es reichlich Kritik. "Ich sehe Menschen mit ihren Kindern, die das schöne Wetter genießen. Wo ist bitte das Problem?", hieß es. Ein ander User stellte fest: "Schön, dass jemand den Park nützt, dafür ist er ja da!" Andere fragten: "Sieht alles friedlich und gelassen aus. Wo ist das Problem?"

Reaktion. Auf diese und ähnliche Fragen ging Nepp nicht ein. Vielmehr bezeichnete er jene User, die seine Empörung nicht nachvollziehen konnten, in einem darauffolgenden Posting als "linke Trolle, die hyperventilieren".

Die designierte Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) ließ ihren freiheitlichen Kontrahenten via Twitter wissen, dass auch die FPÖ zur Kenntnis nehmen müsse, "dass in Wien alle Menschen das Recht haben, sich in einem Park oder sonst wo zu treffen."

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