Landesliste präsentiert

NÖ-Wahl: FPÖ will Absolute der ÖVP brechen

24.11.2017

Klubobmann Waldhäusl sieht 'beste Chancen', Nummer zwei zu werden.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/FPÖ NIEDERÖSTERREICH
Zur Vollversion des Artikels

Die FPÖ hat am Freitag ihre Landesliste für die NÖ Landtagswahl am 28. Jänner 2018 präsentiert. Hinter Spitzenkandidat Udo Landbauer folgen Klubobmann Gottfried Waldhäusl und Polit-Neuling Vesna Schuster. Die Freiheitlichen wollen die Absolute der ÖVP brechen. "Wir haben beste Chancen, die Nummer zwei zu werden und die Roten hinter uns zu lassen", formulierte Waldhäusl sein "persönliches Ziel".

Die Freiheitlichen wollen "Niederösterreich sein Land zurückholen", so Landbauer. Man wolle eine "starke Alternative", "Kontroll- und Innovationspartei" sein, so der 31-Jährige. Werde die FPÖ auch in der Landesregierung vertreten sein, so werde man konstruktiv in dieser mitarbeiten, aber gleichzeitig die notwendige Kontrolle ausüben, meinte Waldhäusl.

"Ganz starke Truppe"

Landbauer sprach von einer "ganz starken Truppe" und einer "guten Durchmischung" auf der Landesliste - regional, fachlich und in Bezug auf die Erfahrung der Kandidaten. "Es war uns wichtig, eine regionale Ausgewogenheit herzustellen", sagte Landesparteiobmann Abg. Walter Rosenkranz. Zum Umstand, dass auf den ersten 20 Plätzen nur drei Frauen - auf Rang drei, zehn und 15 - zu finden sind, meinte Landbauer auf Nachfrage: "Eine Quotenregelung wird es bei uns nicht geben." Es gehe nicht um Quantität, "die Qualität stimmt".

Den Wahlkampfauftakt planen die Freiheitlichen für den 13. Jänner in der Pyramide in Vösendorf. Als Bereiche, die die FPÖ möglichst schnell und konsequent verändern will, nannte Landbauer etwa Wohnbau, medizinische Versorgung, Sicherheit und Zuwanderung.

Vesna Schuster als "neues Gesicht"

Als "neues Gesicht" wurde Vesna Schuster aus Melk vorgestellt. Die Mutter und Unternehmerin, die auch einen Blog betreibt, soll künftig die Landtagsfraktion u.a. in den Bereichen Wirtschaft und Familie verstärken. Schusters Eltern kamen als Gastarbeiter Anfang der 1970er Jahre nach Melk, wo sie 1974 geboren wurde. "Ich weiß, dass man etwas leisten muss", sagte die diplomierte Personalverrechnerin.

Beim Urnengang am 3. März 2013 erreichte die FPÖ 8,3 Prozent und verfügt derzeit über vier Mandatare im Landtag, die alle wieder kandidieren. Das historisch beste Ergebnis bei einer NÖ Landtagswahl erreichte die Partei 1998 mit 16 Prozent. Man wolle am 28. Jänner das beste Ergebnis einstellen, sagte Landbauer. Eine Prozentzahl wollte er nicht nennen, "das wäre Kaffeesudleserei". Der 31-Jährige übernahm im Oktober den ersten Listenplatz von Rosenkranz, der nun doch in der Bundespolitik bleibt.

Der Wahlvorschlag wurde in einer Landesparteivorstandssitzung vergangenen Montag beschlossen. Auf den ersten zehn Plätzen der Landesliste finden sich - hinter Landbauer, Waldhäusl und Schuster - LAbg. Erich Königsberger, LAbg. Martin Huber, Dieter Dorner, Alois Kainz, Reinhard Johannes Teufel, Michael Bernard und Ina Aigner.

Zur Vollversion des Artikels