Landeshauptmann

ÖVP-Grande warnt vor Budget-Kürzungen bei Unis

19.05.2026

ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer betont die Wichtigkeit einer „verlässlichen Finanzierung“ von Unis. Gleichzeitig lobt er nach dem LASK-Double das „meisterliche“ Oberösterreich.  

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Die heimischen Universitäten stellen sich bereits auf eine Kürzung ihrer Mittel ein. Befürchtet werden Einschnitte von rund einer Milliarde Euro in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode (2028 bis 2030).
Nun schaltet sich auch Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in die Debatte ein. Sein Bundesland zeige vor, worauf es in einem herausfordernden Umfeld ankommt. Neben ordentlichen Finanzen und Investitionen brauche es eine „starke und verlässliche Finanzierung von Forschung, Universitäten und Fachhochschulen“, so der ÖVP-Landeschef bei einem Medienempfang in Wien. „Denn dort entstehen die Ideen, Arbeitsplätze und Technologien von morgen.“

Oberösterreich setze als Industrie- und Technologiestandort auf Innovationen aus Universitäten und Forschungseinrichtungen. Daher fordere er eine „faire“ Behandlung. „Wir leisten als Land bereits einen großen Beitrag. Aber wir schauen sicher nicht zu, wenn Oberösterreich gegenüber anderen Uni-Standorten benachteiligt wird“, so Stelzer. Vor allem die Med-Fakultät werde laut Stelzer im Vergleich zu anderen Medizin-Unis unfair behandelt.

Oberösterreich die Nummer 1

Seinem Bundesland streute Stelzer - vor allem nach dem LASK-Double - Rosen. Es sei die wirtschaftliche Nummer 1 Österreichs. Und: „Wir kommen als österreichischer Meister nach Wien – im Fußball als Heimat des LASK, aber auch in vielen anderen Bereichen liegt Oberösterreich vorne“. Als Beispiele nannte er etwa die höchste industrielle Wirtschaftsleistung sowie die stärkste Exportleistung Österreichs.
Das spiegle sich auch in aktuellen Investitionsentscheidungen wider. „Unternehmen investieren dort, wo sie Vertrauen in den Standort und seine Zukunft haben. Genau dieses Vertrauen besteht in Oberösterreich“, so Stelzer, der etwa auf Investitionen von Google, TGW und FACC verwies.

„Wer morgen noch wettbewerbsfähig sein will, muss heute in Forschung, Ausbildung und kluge Köpfe investieren“, appelliert Stelzer. Den OÖ-Kurs bei Künstlicher Intelligenz sieht er jedenfalls mit der Übernahme des oberösterreichischen KI-Start-ups Emmi AI durch den französischen KI-Konzern Mistral bestätigt.

„Dass ein internationaler Top-Player wie Mistral auf Know-how aus Oberösterreich setzt und hier investiert, zeigt: Unser Bundesland hat sich zu einem starken Standort für Zukunftstechnologien entwickelt. Als Industrie- und KI-Standort stehen wir für beides: Hochofen und Hightech“, betont Stelzer.