Während Kurz-Urlaub

ÖVP streitet um 12-Stunden-Tag

19.07.2018

In Abwesenheit des Parteichefs ging das Match ‚Schwarz gegen Türkis‘ richtig los.

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Ist der Kurz aus dem Haus, tanzen die ÖVPler auf dem Tisch. So oder so ähnlich spielt es sich gerade während der USA-Reise von Kanzler Sebastian Kurz in seiner Volkspartei ab: Gleich mehrere Vertreter des schwarzen Arbeitnehmerbundes wagten sich in der Abwesenheit des Parteichefs hervor und schossen quer. Grund des Unmutes: der 12-Stunden-Tag.

Den Anfang machte am Donnerstag Karl Kapplmüller, Chef der ÖVP-Gewerkschafter bei den Metallern: Er kündigte seinen Austritt aus dem schwarzen ÖAAB an und ließ wissen, dass er nicht der Einzige sei.

Dann der nächste Knalleffekt: Tirols AK-Chef Erwin Zangerl legt ÖVP-Klubchef August Wöginger im ÖSTERREICH-Interview nahe, als ÖAAB-Chef zurückzutreten: „Er muss sich überlegen, ob diese beiden Funktionen miteinander vereinbar sind.“ Zangerl tobt jedenfalls wegen des Vorgehens der Koalition beim 12-Stunden-Tag: „Das ist größte Verarschung der 2. Republik“, so Zangerl.

ÖVP-General: "Gesetz ist Verbesserung für Arbeiter"

VP-General Karl Nehammer ortet im oe24.TV-Interview „Desinformation“ bei seinen Parteikollegen. Deshalb halte er einen Diskussionsprozess für angebracht. „Das Gesetz ist eine Verbesserung des Arbeitnehmerschutzes.“

Zangerl: "Das ist die größte Verarschung der 2. Republik"

ÖSTERREICH: Einige Parteikollegen aus dem ÖAAB springen Ihnen jetzt in Ihrer scharfen Kritik an der Regierung bei …

Erwin Zangerl:
Diese Regierung geht in die völlig falsche Richtung. 80 % der Österreicher sind Arbeitnehmer, die kann man nicht ausschließen, nur, um die eigene Karriere zu begünstigen. Nur die Arbeitnehmervertretungen zu entmachten, das kann nicht der Weg der ÖVP sein.

ÖSTERREICH:
Was konkret regt Sie denn auf?

Zangerl:
Dass wir nur Stück für Stück Informationen erhalten.

ÖSTERREICH:
Sie sind der Meinung, dass die ÖVP bei Themen wie dem 12-Stunden-Tag über Sie drüberfährt?

Zangerl:
Das ist eine Hinhaltetaktik. Das ist die größte Verarschung in der Zweiten Republik.

ÖSTERREICH:
Soll Klubobmann August Wöginger als ÖAAB-Chef zurücktreten?

Zangerl:
Er muss sich überlegen, ob diese Funktionen miteinander vereinbar sind.

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