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Doppelter Rekord: FPÖ im Umfrage-Himmel

16.05.2026

Die jüngsten Sparpakete - betroffen sind ja auch Pensionisten - schlagen jetzt voll auf die Umfragewerte der Regierung durch. Und nicht nur das: Die FPÖ ist wieder auf Rekordhoch.

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© APA/TOBIAS STEINMAURER
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Vor zwei Wochen noch sah die Welt für die Ampel aus ÖVP, SPÖ und NEOS durchaus rosig aus, konnte man selbst im Fall einer Neuwahl auf eine klare Mandatsmehrheit hoffen. Doch Insider hatten schon damals gemutmaßt: Das kann nicht lange gutgehen, zu brisant sind jene Sparmaßnahmen, die ab kommendem Jahr wirken werden - und wieder sind vor allem die Pensionisten betroffen. Nun, nach dem Absturz vergangene Woche unter die 92-Mandats-Grenze, folgt laut brandaktueller Lazarsfeld-Umfrage für oe24 in dieser Woche ein doppelter Umfrage-Höhenflug der FPÖ und ihres Parteichefs Herbert Kickl.

 

FPÖ wieder auf Rekordhoch

Dass Kickl sich gescheut hat, in eine Regierung zu gehen und dann das Budget sanieren zu müssen, das zahlt sich jetzt aus: Wäre am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl - die FPÖ käme laut Lazarsfeld-Hochrechnung auf 38 %. Das ist nicht nur der erste Platz, die Blauen haben damit auch wieder ihren Umfragerekord eingestellt.

Das ist die aktuelle Kanzlerfrage.

 

Doch das ist längst nicht alles. Erstmals erreicht Parteichef Herbert Kickl bei der (fiktiven) Kanzlerfrage 36 %, das hatte er in dieser Lazarsfeld-Umfrage-Reihe noch nie, bisher waren 34 % sein Höchstwert. Von der Opposition - die FPÖ muss hier ja keinerlei Sparmaßnahmen mittragen - profitiert also auch der Parteichef voll. Und der amtierende Kanzler Christian Stocker (ÖVP) sowie sein Vize Andreas Babler (SPÖ) können Kickl mit 13 bzw. 8 % ohnehin schon lange nicht das Wasser reichen.

Ampel klar ohne Mehrheit

Doch zurück zur aktuellen Sonntagsfrage: Auch hier sieht es für die Ampelkoalition eher traurig aus: Gut, die ÖVP kann sich aktuell von 19 auf 20 % wenigstens ein bisschen erholen - die SPÖ fällt aber wieder auf Platz 3 zurück und kommt bei nur noch 19 % zu liegen. Und auch die NEOS haben aktuell nur 7 %. Das kann sich in Sachen Parlamentsmehrheit nicht mehr ausgehen - 87 Mandate brächte die Ampel im 183-köpfigen Nationalrat auf die Waage - das wären gleich um 5 Sitze zu wenig.

Freuen können sich hingegen die Grünen, die in der Opposition schon seit knapp einem Jahr vor den NEOS sind. Diesmal liegt die Partei von Leonore Gewessler bei 11 %, da beträgt der Abstand zu den Pinken bereits 4 Prozentpunkte.