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MFG-Brunner wütet über die Regierung

12.07.2022

Brunner will die Sanktionen gegen Russland aussetzen und Regierung entlassen.

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© APA/GEORG HOCHMUTH
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Wien. Mit einem wütenden Statement wendet sich Michael Brunner, der MFG-Parteiobmann (Menschen, Freiheit, Grundrechte) am Dienstag an die Öffentlichkeit: „Von den überhöhten Energiepreisen profitieren aktuell Konzerne, Zwischenhändler und auch der Staat profitiert steuerlich enorm.“ Brunner will, dass die Regierung die „enormen Gewinne besteuert und einen Preisdeckel setzt“.

MFG: »Regierung lässt Bevölkerung ausbluten«

Radikale Worte. „Die Regierung lässt die Bevölkerung ausbluten“, tobt der 61-jährige Wiener Rechtsanwalt und MFG-Boss Brunner. Er will einen „strikten Neutralitätskurs im Ukraine-Krieg“ und ein Ende der Sanktionen gegen Russland. „Die Sanktionen haben den russischen Angriffskrieg nicht stoppen können, sie haben Russland nicht geschadet, wohl aber der österreichischen Bevölkerung“, behauptet Brunner. Laut ihm handle es sich um einen Stellvertreterkrieg der USA gegen Russland.

„Warum soll das neutrale Österreich sich zum Akteur dieses Stellvertreterkrieges machen lassen, bei dem die Rüstung enorm profitiert, aber tausende Menschen ihr Leben verlieren? Es ist längst überfällig, dass Österreich zu einem Friedensgespräch einlädt“, sagt Brunner. Er kritisiert „die Untätigkeit“ von Österreichs Bundespräsident Van der Bellen. „Die Grünen waren mal eine Friedenspartei - davon ist nichts übrig geblieben“, so Brunner. „Wenn ich Bundespräsident werde, dann werde ich diese Bundesregierung umgehend entlassen.“
 

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