ÖBAG, ORF und Co.
SPÖ fordert Gehaltsdeckel für Staats-Manager
12.05.2026SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim fordert eine Obergrenze für Spitzengehälter in öffentlichen Unternehmen. Die ÖBB erwähnt er allerdings nicht.
In Zeiten, in denen „das ganze Land einen Beitrag leistet, um das Budget zu konsolidieren und wichtige Investitionen in Gesundheit, Kinderbetreuung und Beschäftigung zu ermöglichen", habe "wirklich niemand Verständnis für exorbitante Spitzengehälter hat – und schon gar nicht in öffentlichen Unternehmen wie der Staatsholding ÖBAG, deren Chefin mehr als 740.000 Euro kassiert, oder im ORF", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim.
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Die SPÖ sei daher für eine Obergrenze von Spitzengehältern, die "sich an der Gehaltspyramide von Politiker*innen orientieren". Denn: "Niemand in öffentlichen Unternehmen oder staatsnahen Betrieben darf mehr verdienen als der Bundespräsident! Das gilt für die ÖBAG genauso wie für den ORF." Man setze sich daher dafür ein, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um, "ausufernden Spitzengehältern in öffentlichen oder staatsnahen Betrieben einen Riegel vorzuschieben.“
ÖBB in Aussendung nicht erwähnt
Die ÖBB - CEO Andreas Matthä verdiente im letzten Jahr 706.000 Euro (532.000 fixe Bezüge, 173.000 variable Vergütung) - wird in Seltenheims Aussendung allerdings nicht erwähnt. Matthä ist übrigens SPÖ-Mitglied. Auf oe24-Anfrage erklärt man, dass "alle" öffentlichen und staatsnahen Betriebe davon betroffen wären, also auch die ÖBB.
Auch Matthäs Vorgänger als ÖBB-Chef, Christian Kern, ist für die Roten kein Unbekannter. Er wurde später SPÖ-Bundeskanzler.
Und auch einer von Kerns Vorgängern als Bundeskanzler, Alfred Gusenbauer (SPÖ), sorgte mit seinen Millionen-Honoraren, die er von René Benkos Signa erhalten hat, für Aufsehen. Allerdings handelt es sich dabei um kein öffentliches Unternehmen. Seltenheim kritisiert aber auch allgemein "exorbitante Spitzengehälter".