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Trotz Orbán-Abwahl: FPÖ wieder auf Rekordhoch

16.04.2026

Die krachende Wahlniederlage von Viktor Orbán kann der heimischen Rechten offenbar nichts anhaben.

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© PHOTONEWS.AT/GEORGES SCHNEIDER/APA
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In Ungarn wird der rechtsrechte Premier und FPÖ-Verbündete mittels Parlamentswahl in die Wüste geschickt - doch in Österreich kann just jene Partei, die das Land à la Viktor Orbán umbauen will, wieder einen neuen Umfragerekord feiern.

 

Wäre am Sonntag Nationalratswahl, würde die FPÖ das politische Österreich kurz und klein schlagen. Mit satten 38 % stellen die Freiheitlichen ihren Umfragerekord ein. Dabei treiben ausgerechnet jene Krisen-Beschleuniger wie Putin oder Trump, die den Blauen ja nicht gerade fernstehen, der FPÖ die Wähler in Scharen zu.

Die „Ampel“ auf Grundeis

Für die Träumereien einer neuerlichen Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS sieht es indes zappenduster aus. Mit mickrigen 87 Mandaten fehlt der nötige Saft für die Mehrheit (92 wären Pflicht).

ÖVP: Kanzler Christian Stocker darf zumindest ein bisschen durchatmen. Die Volkspartei klettert von 18 % auf 20 %. Aber machen wir uns nichts vor: Ein Rückstand von 18 Prozentpunkten auf Platz 1 ist keine Lücke, das ist der Grand Canyon.

SPÖ: Bei den Roten brennt der Hut lichterloh. Nach dem missglückten Putsch-Versuch in der niederösterreichischen Landespartei geht’s abwärts auf 18 %. Das ist zwar noch nicht der absolute Tiefpunkt, aber die Talsohle ist gefährlich nah.

Grüne & NEOS: Die Pinken stagnieren bei 7 % und sehen von den Grünen (11 %) nur die Rücklichter. Mehr als bitter!