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Umfrage: Neue Energie-Krise ist Boost für die FPÖ

21.03.2026

Der Preisschub bei den Energiepreisen ist offenbar Wasser auf die Mühlen der FPÖ: Sie liegt in der aktuellen oe24-Umftrage wieder knapp an ihrem Höchstwert.

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© APA/HELMUT FOHRINGER
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Politik kann schon paradox sein: Da greift US-Präsident Donald Trump den Iran an - und von der daraus wie das Amen im Gebet folgenden Energiekrise profitieren in Europa ausgerechnet Trumps Verbündete. In Österreich ist das eben die FPÖ, die beste Beziehungen zur MAGA-Bewegung unterhält, Parteichef Herbert Kickl war zu Trumps Inauguration eingeladen und schickte damals seine Vertraute Susanne Fürst. Geschadet hat ihr das nicht, in der brandaktuellen Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (2.000 Befragte vom 9. bis 17. 3., max Schwankung 2,2 %) kratzt die FPÖ wieder mal an ihrem Umfrage-Höchstwert.

 

Wäre am Sonntag eine Nationalratswahl - die FPÖ dürfte ihren monatelangen Vorsprung noch ausbauen. Lazarsfeld berechnet für die Kickl-Partei aktuell 37 %, das ist ein Plus von einem Prozentpunkt zur Vorwoche. Kickl ist damit quasi der blaue Sebastian Kurz - die 37 % entsprechen ziemlich genau jenem Wert, den der seinerzeitige ÖVP-Wunderwuzzi bei der Nationalratswahl 2019 eingefahren hatte.

Kurz' Partei schwächelt indes ohne ihren Ex-Guru - obwohl man sich in der Ampelregierung abmüht, den Benzinpreisschock zu dämpfen. Doch die Preisbremse der Ampel wurde erst am Mittwoch präsentiert - und ist in dieser Umfrage deshalb noch nicht berücksichtigt: Konkret hält die ÖVP mit Christian Stocker bei 20 %, gleich viel also wie vor einer Woche - und drei Punkte weniger als vor zwei Wochen.

Die SPÖ verliert diesmal einen Punkt und kommt nur noch auf 18 %, dabei hatte sich Parteichef Andreas Babler am intensivsten für eine Spritpreisbremse stark gemacht, doch das ist - wie gesagt - diesmal noch nicht abgebildet. Und auch die NEOS verlieren einen Punkt.

Und die Regierungsmehrheit? Nun, die ist für ÖVP, SPÖ und NEOS derzeit in weite Ferne gerückt. Auf nur noch 87 Mandate kämen die drei regierenden Parteien bei einer Nationalratswahl - dabei würden 92 benötigt, um als Ampel weiterzumachen. Gründe sind der schwache Zuspruch, aber auch die KPÖ, die mit 7 Mandaten in den Nationalrat einziehen würde und der Ampel wertvolle Sitze wegschnappen könnte.