Politik-Insider
DAS muss Regierung 2026 lösen ...
03.01.2026... sonst könnte die Dreier-Koalition platzen. Von Teuerung bis Gesundheit
2026 geht weiter wie 2025 geendet ist: mit politischen Sorgen über Teuerung, mangelndes Wirtschaftswachstum, Krise im Gesundheits- und Pflegesystem sowie die KI-Welle, die über uns hineinschwappt.
Keine Frage. Dieses Jahr ist das Jahr in dem ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker, SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler und Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zeigen müssen was sie können.
- Inflation. Als Erstes müssen sie die Inflation von vier Prozent endlich nachhaltig auf maximal zwei Prozent senken. Dadurch, dass die Strompreisbremse im Jänner 2025 ausgelaufen war, wird sich dieser Effekt jetzt 12 Monate später amortisiert haben. Die Inflation könnte also zumindest auf drei Prozent runtergehen. Teure Dienstleistungen könnten allerdings einen Inflationstreibenden Effekt haben. 2025 war die Inflation in Österreich doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.
- Wirtschaftswachstum. Für die Regierung ebenso entscheidend: Springt ie Wirtschaft endlich an? Hier machen vor allem Industriellenvereinigung, aber auch Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Druck. Immerhin gab es 2025 viel zu viele Konkurse und Arbeitsplatzverluste. Die Arbeitslosigkeit stieg auf eine fast negative Rekordhöhe von 400.000 an. Hier soll es bei der Regierungsklausur in der zweiten Jännerwoche erste Maßnahmen geben. Die Hoffnung liegt aber vor allem in Deutschland. Springt die Wirtschaft dort an zieht sie uns mit.
- Gesundheit. Alle drei Regierungsparteien sagen hinter den Kulissen, dass „wir eine Gesundheitsreform zustande bringen müssen, sonst fahren wir gegen die Wand“. Seit Sommer ist relativ wenig weitergegangen. Ende 2025 einigte man sich darauf, dass vier Experten Vorschläge präsentieren sollen. Das Problem ist jedenfalls brennend: es gibt zwar nicht zu wenig Ärzte, aber zu wenig davon im wirklich öffentlichen Bereich. Das zieht sich von Kassenordis bis Spitäler. Zudem gibt es in mehreren Bundesländern zwar viele Spitäler, aber viele davon ohne Schwerpunkte und mit mangelnder OP-Erfahrung. Hier wird es 2026 zu Spitalsschließungen kommen (müssen) und gleichzeitig zu neuen Schwerpunkt-Spitälern sowie Ordinationszentren.
- Budget. Wirklich brisant und heikel könnte die Budgeterstellung für 2027 werden, die 2026 stehen muss. Steigen die Schulden weiter? Sind neue Sparmaßnahmen nötig? Hinter den Kulissen gibt es hier mehr Machtkämpfe als öffentlich bekannt. Die Neos drängen ultimativ auf strukturelle Maßnahmen und damit auf eine Pensionsreform. Übersetzt: sie wollen das Pensionsantrittsalter auf 67 Jahre anheben. Teile der ÖVP begrüßen das. Die SPÖ lehnt das ab.
Und last but not least werden wohl diverse (nicht veröffentlichte) Umfragen letztlich über das Schicksal der Regierung entscheiden. Sobald die „Länderfürsten“ – egal, ob Schwarze oder Rote – den Eindruck erhalten, die Regierung könnte ihren eigenen Landesergebnissen schaden, würden sie wohl versuchen die Reißleine zu ziehen. 2026 bleibt es spannend …