Am Ende

Prammer: Parlament 
ist Sanierungsfall

14.09.2010

Dach löchrig, Brand­schutz im Argen. Umbau kostet bis zu 320 Mio. €

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© www.parlament.at
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Erst am 10. Februar 2011 wird über den Umbau des Parlaments entschieden, klar ist aber schon jetzt: Der Umbau ist unumgänglich. Laut Parlamentspräsidentin Barbara Prammer sei der Theophil-Hansen-Bau nach 125 Jahren an sein Lebensende gekommen.

Und das ergab ein „Gebäuderöntgen“:

Brandfalle. Das Parlament kann sich zu einer Brandfalle entwickeln, laut Gutachten gibt es keine Brandschutzabschnitte.
Dach undicht. Das Parlamentsdach ist undicht. Und zwar so, dass jetzt auch die historische Säulenhalle in ihrer Bausubstanz gefährdet ist.
Sitzungssaal unzumutbar. Der Nationalratssitzungssaal ist in einem jämmerlichen Zustand: Teppich verseucht, Sessel brechen zusammen, Klimaanlage saugt schlechte Luft an.

Prammer beziffert die Kosten für den Umbau mit bis zu 320 Mio. € – angesichts der Budgetprobleme will sie dafür die Zustimmung aller fünf Parlamentsparteien. Bisher hat sich vor allem der 3. NR-Präsident Graf (FPÖ) gegen den Totalumbau gesperrt – doch die FPÖ zeigte die Präsidentin bereits wegen Gemeingefährdung an. Somit kann selbst Graf jetzt kaum Nein sagen.

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