Regierung
Marterbauer im Glück: Hohe Steuereinnahmen retten Budget
30.01.2026Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) legt am Wochenende seinen ersten Budgetvollzug vor. Er ist besser als erwartet.
Die Stimmung war gelöst in der "Sala terrena" im Wiener Finanzministerium, in das Minister Markus Marterbauer und ÖVP-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl diese Woche Journalisten zum Kennenlern-Umtrunk geladen hatten. Kein Wunder: Am Samstag wird Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) den tatsächlichen Vollzug des Bundesbudgets 2025 vorlegen - und das läuft besser als erwartet.
Schon im Herbst hatte Marterbauer davon gesprochen, dass er das geplante Bundesdefizit von 18,1 Milliarden Euro unterbieten werde - und zwar um eine Milliarde. Problem: Die Länder hätten im Gegenzug ihre Defizite um mindestens dieselbe Summe ausgebaut - wenn nicht sogar um eine wesentlich höhere Summe.
Nun, bei den Ländern dürfte sich die Situation etwas entspannt haben - und beim Bund läuft es ohnehin noch besser.
Sieht man sich die Steuereinnahmen bis zum November 2025 an, so sind um 4,9 Mrd. Euro mehr als 2024 in die Kassen des Finanzministeriums geflossen, konkret waren es satte 108,7 Mrd. Euro, auch die Presse berichtete bereits über diesen Betrag. Auf der anderen Seite sollen die Sparmaßnahmen besser greifen als budgetiert - auch das war Thema in den Smalltalks in der Sala Terrena.
Was das für das Budget 2025 bedeutet, darüber hüllte man sich im Finanzministerium am Freitag in eisernes Schweigen. Alles zusammen könnte das Bundesdefizit allerdings um rund drei Milliarden niedriger ausfallen, also statt bei 18,1 nur noch bei 15 Milliarden liegen. Genaueres wird man am Samstag erfahren. Crashen könnten die Budgetparty allerdings noch die Länder - das wird erst im März klar, wie sie am Ende finanziell dastehen.