Für Erdbebenopfer

Tanner: 3 Mio. Soforthilfe wird 'noch Einiges folgen'

15.02.2023

Österreich wird neben der angekündigten Soforthilfe nach dem katastrophalen Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet weitere Unterstützung leisten.

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© APA/HELMUT FOHRINGER
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Den avisierten drei Millionen Euro "wird sicher noch Einiges folgen", sagte Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP) am Mittwoch vor der Ministerratssitzung in Wien. Die österreichischen Soldaten, die seit 7. Februar im Katastropheneinsatz an Ort und Stelle waren, kehren am Donnerstag nach Österreich zurück.

Es müsse einen "Aufbauplan" geben nach diesen furchtbaren Ereignissen, sagte Tanner beim "Doorstep" vor der Regierungssitzung im Bundeskanzleramt. Bei der Sitzung wird die von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) vergangene Woche angekündigte Soforthilfe in Höhe von drei Millionen Euro formal beschlossen. Die Mittel werden aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) zur Verfügung gestellt, um Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit am Ort des Geschehens zu unterstützen.

Es handle sich dabei um einen "ersten Schritt", sagte Tanner. "Wenn man die Bilder sieht, weiß man, dass noch sehr Vieles notwendig sein wird", so die Ministerin. Sie verwies darauf, dass auch jene Zelte, die zur Unterbringung der österreichischen Soldaten aufgebaut worden sind, für die Unterbringung von Beben-Opfern zur Verfügung gestellt werden.

Tanner zog auch Bilanz über den Einsatz des Bundesheeres im Katastrophengebiet. Die "Austrian Forces Disaster Relief Unit" (AFDRU) habe sehr vielen Menschen helfen können, 82 Soldaten und Soldatinnen sowie ziviles Personal wurden entsandt. "Neun Menschenleben konnten wir retten, darunter zwei Kinder", verwies Tanner auf die bereits bekannten Zahlen. Auch konnte das Bundesheer mehr als 50 Verletzten medizinische Hilfe zukommen lassen. Die Soldaten waren seit Dienstag der Vorwoche in der schwer betroffenen türkischen Provinz Hatay tätig. Zu Wochenbeginn begannen die Einheiten mit dem Abbau des Feldlagers - eine Rettung von Menschen werde "aufgrund der fortgeschrittenen Zeit immer unwahrscheinlicher", sagte Einsatzleiter Bernhard Lindenberg am Montag.

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