Staatssekretär

Wird mit Steuergeld gefördert: Schellhorn bei "Alien-Reise"

18.06.2025

Mit dem "Artists Solidarity Program Europe" (ASoP) fördert das Außenministerium gemeinsam mit dem Museumsquartier Künstlerinnen und Künstler, die von politischer Repression und Krieg betroffen sind. Bei einer entsprechenden Darbietung war nun auch Josef Schellhorn zugegen. 

Zur Vollversion des Artikels
© BMEIA/Auer-Grumbach
Zur Vollversion des Artikels

„Ich möchte, dass unser Programm über alle Grenzen und Abgrenzungen hinweg eine Verbindung zwischen freien Kunstszenen ist", hieß es von Deregulierungs-Staatssekretär Josef Schellhorn im Rahmen einer ASoP-Darbietung im Museumsquartier. Mit dem Programm fördert das Außenamt Kunstschaffende, die von politischer Repression und Krieg betroffen sind. 

„Slips, Trips, Falls“ heißt das vorgestellte Projekt der belarussischen Künstlerin Natallia Goryacheva. Sie will damit das Stolpern und Stürzen als bewussten Bruch von Ordnung und Sicherheit interpretieren, schreibt das Außenministerium in einem entsprechenden Facebook-Post.

Die Interpretation - das Stolpern und Stürzen als bewusster Bruch von Ordnung - könnte auch auf Schellhorn zutreffen. Seit seinem Amtsantritt vor rund hundert Tagen ließ der Staatssekretär kaum ein Fettnäpfchen aus. Größerer Dienstwagen, unpassender NS-Vergleich oder Werbung für ein Medium. 

Zwar soll mit dem neuen, größeren Audi-A8-Dienstschlitten Geld gespart werden, für den NS-Vergleich hat er sich entschuldigt und das Werbe-Video wurde gelöscht. Angesichts des massiven Sparpakets der Regierung bleibt aber doch für viele ein schaler Beigeschmack. 

Steuergeld für "Reise von einem Alien" 

Steuergeld für die "künstlerische Reise von einem Alien", wie es vom Außenamt genannt wird, sorgt offenbar bei einigen für noch mehr Unverständnis. In den Kommentaren heißt es etwa: "Unfassbare Steuergeld-Verschwendung". Oder: "Was hat diese Veranstaltung generell mit dem Außenministerium zu tun?". 

Zur Vollversion des Artikels