Umfrage: FPÖ verliert an ÖVP

Rot-Blau im Kopf-an-Kopf-Rennen

13.01.2023

Das Polit-Jahr beginnt mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen von FPÖ und SPÖ.

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© APA (Fotomontage)
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Wien. Das Glück ist ein Vogerl – und der Umfrage-Höhenflug der FPÖ gerät inzwischen zu einer Hochschaubahn-Fahrt. Würde morgen, Sonntag, der Nationalrat neu gewählt, gäbe es ein Patt – das zeigt die brandaktuelle Umfrage der ­Lazarsfeld Gesellschaft für ÖSTERREICH (2.000 kumulierte Online-Interviews 9. bis 11. Jänner, Schwankung max. 2,2 %).

Zweikampf. Hatte die FPÖ über die letzten Wochen hinweg an der 30-%-Marke gekratzt und der SPÖ die Rücklichter gezeigt, so stürzt die Partei von Herbert Kickl nunmehr um satte vier Prozentpunkte ab. Damit kommt sie nur noch auf 25 % – und liegt nun mit der SPÖ (+/–0) gleichauf auf dem ersten Platz. Pamela Rendi-Wagner findet sich angesichts des FPÖ-Absturzes plötzlich als Nummer 1 wieder, wenngleich nur ex aequo mit den Blauen.

 

Dritter. Die Erklärung? Nun, ein Teil der blauen Prozente wandert in Richtung ÖVP. Diese kann aktuell zwei Punkte auf 22 % zulegen.

Harter Asylkurs. Fast scheint es so, als ob die harten Töne der ÖVP in Sachen Asyl und Schengenblockade doch ihre Früchte tragen. Aktuell trennen die Kanzlerpartei Karl Nehammers nur noch drei Punkte von Platz 1.

Pinker Höhenflug. Und nicht nur das: Auch die Neos verbessern sich. Mit einem Plus von zwei Punkten springen sie über die 10er-Marke auf 11 %. Dahinter stagnieren die Grünen bei 10 %.

Prost! Beachtlich die Bierpartei um Marco Pogo: Sie kann sich um einen Prozentpunkt auf beachtliche 6 % verbessern und wäre damit im Nationalrat. Und sie wäre bei einer Koalitionsfindung das Zünglein an der Waage.

 

Kickl doch vorn. In der Kanzlerfrage sieht es für FPÖ-Chef Kickl hingegen besser aus. Da fährt die Hochschaubahn bergauf: 19 % (+1) würden ihn zum ­Regierungschef wählen, damit kann er Amtsinhaber Nehammer (17 %, +1) auf Distanz halten. SPÖ-Chefin Rendi-Wagner liegt mit 15 % (–1) nur noch abgeschlagen auf dem dritten Platz.

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