Polit-Aschermittwoch
So heftig teilt Kickl gegen SPÖ und ÖVP aus
18.02.2026FPÖ-Chef Herbert Kickl teilt jetzt aus gegen die "Verliererampel in Wien". Andreas Babler sei ein Zornbinkel. "Augustine" Wöginger würde bald das Geschlecht ändern lassen.
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Gleich zu Beginn seiner Aschermittwochrede heizt Herbert Kickl den Zuhörern in Ried im Innkreis (OÖ) ein: "Die Intelligenz ist bei den Sozialisten etwas, das im Aussterben begriffen ist. Das sag nicht ich, sondern der Professor Bernhard Heinzlmaier. Die SPÖ ist Plemplem geworden."
Auch der ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer erhält eine Breitseite: "Der ist händchenhaltend in Wien dabei gewesen. Beim größten Wählerverrat", zürnt Kickl immer noch, dass es keine Blau-schwarze Regierung gibt, sondern eine "Verliererampel in Wien".
Untaugliche in der Regierung
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sei absolut ungeeignet. "Untaugliche gibt es nicht nur bei der Stellungskommission, sondern auch in der Regierung."
Zornbinkel
Andreas Babler sei ein Zornbinkel , sagt Kickl. "Babler soll geschrien haben und getobt", erzählt Kickl von einer SPÖ-Sitzung, aus der er Interna erfahren haben will. "Babler soll gesagt haben, dass es nicht gehen kann, dass jeder Dritte die FPÖ wählen würde. Er möchte sich jetzt davon einsetzen, dass nur noch jeder Zweite die FPÖ wählt."
Kickl vor Linkin Park
"Wir haben die Ö3-Hitparade gecrasht", schwärmt Kickl. Kickl liege nicht nur vor Stocker und Babler, sondern auch vor Linkin Park und Bruce Springsteen und Lady Gaga. "Und damit meine ich nicht die Dame im Außenministerium."
Grüße schickt Kickl an der Stelle an Peter Westenthaler, der ORF-Stiftungsrat "ist ein Hecht in diesem System-Karpfen-Teich da oben am Küniglberg".
"Wöginger wird bald sein Geschlecht ändern lassen"
Kickl spricht von Waltraut (früher Walter, vor seiner amtlichen Geschlechtsänderung): "Endlich mal jemand, der die Partie, die diese Gesetze macht, einmal so richtig verarscht." Walter sei jetzt wieder umtypisiert worden auf Walter: "Zu wenig weiblich, hat es geheißen. Ein Jahr lang haben sie gebraucht, um draufzukommen." Nach der Aufregung um den geänderten Geschlechtseintrag des Wieners hat der Wiener Magistrat jüngst die Geschlechtsänderung der Ex-Rotlichtgröße widerrufen. Walter hatte mutmaßlich seinen Geschlechtseintrag ändern lassen, um früher in Pension gehen und seine Gefängnisstrafe in einem Frauengefängnis absitzen zu können.
"Als nächstes wird August Wöginger sein Geschlecht ändern", grölte Kickl. "Bald gibt es die Augustine Wöginger."
"Diese Verliererampel ist ein politisch Hirntoter"
Kickl beleidigte einst Bundespräsident Alexander Van der Bellen als "Mumie in der Hofburg". Heute beschimpft er die ÖVP-SPÖ-Neos-Regierung: "Diese Verliererampel ist ein politisch Hirntoter".
"Gastpatienten haben Arschkarte gezogen"
Die Gesundheit in Österreich thematisiert Kickl wie folgt: "Gastpatienten aus anderen Bundesländern haben die Arschkarte gezogen." Dahingegen würden Iraker, Afghanen, Türken, Syrer, Pakistaner, Inder etc. mit "22 Millionen Behandlungen" in den letzten zehn Jahren "viel Platz" wegnehmen. Gemeint sind Leistungen (es können mehrere Leistungen während einer Spitalsbehandlung anfallen). Insgesamt wurden in den letzten 10 Jahren aber 800 Millionen stationäre und ambulante Leistungen in den österreichischen Spitälern erbracht. Für die von Kickl genannte Gruppe beträgt dies 2,75 Prozent der Leistungen.
Stimmungsvergleich
Kickl sagt: "Vergleicht die Stimmung bei unseren Veranstaltungen und die bei der SPÖ. Den Babler gibt es nur noch in New York. Und dort lehnt er sich an Laternenpfosten an. Sonst ist er nur im VIP-Bereich."
Auf dieses Babler-Bild aus der New York-Reise des Vizekanzlers spielt Kickl an.
Kickl gegen Kern: "Keine Eier in der Hose"
Gegen den "letzten Hoffnungsträger" der SPÖ - Christian Kern - wettert FPÖ-Boss Kickl: "Der hat wieder einmal den Schwanz eingezogen. Sein altes Potenzproblem. Kein Stehvermögen, keine Eier in der Hose, der Christian Kern."
"Inzuchtpartie" traut sich Kickl nicht mehr sagen
Die Volkspartei gebe es nur noch ohne Volk, poltert Kickl. Die blieben unter sich. Er spielt auf die Stocker-Rede an, wo vor allem ÖVP-Funktionäre im Publikum saßen. "Jemand, der das angeschaut hat, hat mir gesagt, das war die reinste Inzuchtpartie", sagt Kickl zur Kanzler-Rede. "Ich selber würde solche Worte nicht in den Mund nehmen."
Bei einem Wahlkampfauftritt in Hallein hatte Kickl 2024 die Salzburger Festspiele als "Inzuchtpartie" verschmäht. Jetzt will er den Begriff nur noch zitieren.
Oberblaue schwärmt: "Zeit des Geborgenheit und des Aufgehobenseins"
"Es gab eine Zeit, wo man von einem Job leben konnte, wo die Kinder ohne Angst in den Parks spielen konnten, wo man keine Angst vor Islamismus hatte, wo die Ausländer in der Schulklasse die absolute Minderheit waren und Integration eine Bringschuld", sagt Kickl in gerührten Ton: "Das war eine Zeit des Geborgenheit und des Aufgehobenseins". All das wolle "Stocker wegnehmen".
"Lasst uns Österreich wieder zu einer Insel der Seligen machen", sagt Kickl. "Jetzt habe ich gehört, die Polen wollen auch schon die Atombombe haben! Ja bitte, was denn noch."
"Für die dritte Republik"
"Damit wir das Land umbauen können, müssen wir uns von allem trennen, was das blockiert. Auf den Sperrmüllplatz der Geschichte mit dem alten Plunder." Was er genau alles entsorgen will, nennt Kickl nicht. Sein Ziel sei jedenfalls die Rückkehr zur Insel der Seligen. "Keine neuen Steuern", ruft Kickl. "Wir müssen das Gegenteil machen und die Steuern für alle senken, die was leisten."
"Für die dritte Republik" will Kickl jetzt alle Wege legen. "Ein Volkskanzler richtet das wieder gerade". Er will eine Festung Österreich bauen und "die Islamisierung abdrehen".
Auf der Insel will sich Kickl einigeln - "Zuständig sind wir für die eigene Bevölkerung und unsere Nachbarschaft. Und sonst für gar niemanden."
Eiserner Besen
"Wir fahren mit dem eisernen Besen durch die Bürokratie", ruft Kickl. "Da werden die Funken fliegen. Das ist nötig, weil wir Luft zum Atmen brauchen." Ein schlanker Staat solle der Bevölkerung dienen.
Herbert ONE für Massenabschiebungen
Kickl will Massenabschiebungen mit dem Flieger, aber nicht mit einer Air Force One, wie sie der US-Präsident hat, sondern mit der "Herbert ONE", verballhornt der biertrinkende Freiheitliche den Fliegernamen.