Deutlicher Anstieg

So viele Menschen beziehen in Österreich Pflegegeld

31.01.2026

Die Zahl der Pflegegeldbezieher ist im Dezember im Jahresvergleich neuerlich gestiegen.  

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels

Mit insgesamt 504.505 Anspruchsberechtigten lag die Zahl um 2,13 Prozent über jener des Vergleichszeitraums des Vorjahres (493.961). Gegenüber dem Vormonat November (505.388) gab es einen kleinen Rückgang.

Damit blieb die Bezieher-Zahl weiterhin über einer halben Million Betroffenen. Erstmals wurde die Marke von 500.000 Anspruchsberechtigten im Mai vergangenen Jahres überschritten (mit 500.554 Betroffenen). Zum Halbjahr (Juni) stieg die Zahl auf 501.205 und blieb dann beständig über dieser Marke.

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der Pflegegeldbezieher in Österreich nach Stufen und die Höhe des Pflegegeldes pro Monat im Dezember 2025. Die meisten Personen erhalten Pflegegeld der Stufe 1 mit 206 Euro und 148.806 Beziehern. Die Zahl der Pflegegeldbezieher steigt insgesamt um 2,1 % auf 504.505. Quelle: PVA/Sozialministerium.
 

Bezieherkreis überwiegend weiblich

Bezüglich der Aufteilung der Pflegebedürftigen je Stufe entfielen - gerundet - im Dezember 29,5 Prozent auf Stufe eins, 20,5 Prozent auf Stufe zwei, 18,7 Prozent auf Stufe drei, 14,4 Prozent auf Stufe vier, 11,1 Prozent auf Stufe fünf, 4,2 Prozent auf Stufe sechs und 1,6 Prozent auf die Stufe sieben, also jene mit dem höchsten Pflegebedarf. Die Einstufung in die einzelnen Pflegestufen orientiert sich nach dem Bedarf an Stunden.

Von den 504.505 Pflegegeldbezieherinnen und -beziehern war erneut die klare Mehrheit weiblich. 308.101 Frauen (61,1 Prozent) und 196.404 Männer (38,9 Prozent) befanden sich im Dezember unter den Betroffenen.

Demografischer Wandel und steigende Lebenserwartung

Bereits im Mai 2025 - beim erstmaligen Überschreiten der 500.000er-Marke - hieß es seitens des Sozialministeriums von Ressortchefin Korinna Schumann (SPÖ), der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung würden sich auch in der steigenden Anzahl von anspruchsberechtigten Personen und bei der Entwicklung der Pflegegeldanträge zeigen.

Die Höhe der Pflegegeldes wurde per 1. Jänner routinegemäß erhöht - und zwar wie schon seit 2020 um den sogenannten "Anpassungsfaktor". Für 2026 bedeutet das laut Sozialministerium eine Steigerung um 2,7 Prozent - analog zu den Pensionen. Pflegegeldbezieher der Stufe eins erhalten seit 1. Jänner monatlich 206,20 Euro (davor 200,80), in Stufe zwei bekommt man 380,30 Euro (statt 370,30). 592,60 Euro gibt es in Stufe drei (davor 577), 888,50 Euro in Stufe vier (davor 865,10), in Stufe fünf 1.206,90 Euro (statt 1.175,20). Für Betroffene in Stufe sechs gibt es nun 1.685,40 Euro (statt 1.641,10) und in Stufe sieben 2.214,80 Euro (statt 2.156,60).

Sozialministerin Schumann zeigte sich in einem Statement neuerlich über diese Erhöhung erfreut: Trotz "notwendiger Konsolidierungsmaßnahmen" sei es gelungen, die jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes fortzuführen. "Rund eine Million Menschen in Österreich pflegen und betreuen ihre Angehörigen mit großem Einsatz und oft über viele Jahre hinweg." Die Anpassung des Pflegegeldes "trotz notwendiger budgetärer Sparmaßnahmen ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung", erklärte sie gegenüber der APA.