Experte warnt
Sprit-Krise: Tempo 100 auf den Autobahnen soll helfen
02.04.2026VCÖ-Experte Michael Schwendinger fordert im Ö1 Morgenjournal ein umfassendes Maßnahmenpaket in der Sprit-Krise. Ziel ist es, den Energieverbrauch im Verkehr deutlich zu senken und auf erneuerbare Energien umzusteigen.
Michael Schwendinger vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sieht die aktuelle Spritpreisbremse nur als ersten Schritt. In Zukunft müsse der Fokus viel stärker direkt auf den Verbrauch gelenkt werden. Laut dem Experten könne allein ein spritsparender Fahrstil zu einer Einsparung von 15 bis 20 Prozent führen. Zusätzlich bewertet Schwendinger mehr Homeoffice-Tage, die Bildung von Fahrgemeinschaften oder den konsequenten Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel als sehr positiv für die Energiebilanz.
Weniger Tempo spart Sprit
Ein zentraler Punkt in Schwendingers Argumentation ist das Herabsetzen der Tempolimits. Diese Maßnahme sei nicht nur effektiv, sondern auch schnell umzusetzen. Der Experte bestätigt Berechnungen, wonach Tempo 100 auf der Autobahn rund ein Viertel des Spritverbrauchs einsparen könnte. Auch auf Freilandstraßen sieht er Potenzial: Eine Reduktion von 100 auf 80 km/h wäre eine sinnvolle Option, die man für ein halbes Jahr testweise ausprobieren könnte.
Anreize für den Umstieg
Um den Menschen den Wechsel auf die Schiene oder den Bus zu erleichtern, fordert Schwendinger eine Bewusstseinskampagne der Regierung. Er sieht hier jedoch nicht nur den Staat, sondern auch die Betriebe in der Verantwortung. Unternehmen sollten aktiv zur Mobilitätswende beitragen.
Pflichten für heimische Betriebe
Als konkrete Maßnahmen für Firmen schlägt der VCÖ-Experte die Einführung von Job-Tickets, die Bereitstellung von Firmenrädern oder die gezielte Förderung von Fahrgemeinschaften vor. Durch diese Kombination aus individueller Verhaltensänderung, gesetzlichen Vorgaben und betrieblichen Anreizen soll der Umstieg auf erneuerbare Energien im Verkehrsbereich forciert werden.