Nationalratswahl

Strache: "Ich will stärkste Kraft werden"

27.12.2012

Der FPÖ-Chef nimmt die schlechten Umfragedaten nicht ernst.

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© Reuters
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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat einmal mehr betont, sein Ziel für die Nationalratswahl 2013 sei es, seine Partei zur stärksten Kraft zu machen. Trotz derzeit weniger guter Umfragewerte von zum Teil auch unter 20 Prozent sieht er sich weiterhin als "einzig ernstzunehmender Herausforderer" von Bundeskanzler und SP-Chef Werner Faymann, wie er in der "Zeit im Bild 2" des ORF am Donnerstagabend erklärte. Umfragen habe er nie ernst genommen, sagte er. "Es ist mein Ziel und Anspruch, ich will stärkste Kraft werden."

Stronach nicht wichtig
Dem Neo-Politiker Frank Stronach will Strache nicht allzu viel Bedeutung beimessen: Ob das Team Stronach - oder auch das BZÖ - ins Parlament einziehen werden, sei nicht die entscheidende Frage. Vielmehr werde es sich um die Wahlauseinandersetzung seiner Partei mit der SPÖ drehen. Auch daran, dass die ÖVP vor der FPÖ zu liegen kommen wird - wie aktuelle Umfragen nahelegen - glaubt Strache nicht. Daher stelle sich auch nicht die Frage, ob er unter VP-Chef Michael Spindelegger den Vizekanzler machen werde. Grundsätzlich wollte Strache aber nicht ausschließen, nach der nächsten Wahl auch den Posten des Vizekanzlers zu übernehmen: "Grundsätzlich wäre es dumm, so etwas auszuschließen", sagte er auf eine entsprechende Frage.

Bedingung für eine Koalitionsbeteiligung sei jedenfalls, dass ihm die Umsetzung von "direkter Demokratie nach schweizer Vorbild" schriftlich zugesichert werde. Straches bekanntes Modell lautet, dass es zu einer verbindlichen Volksabstimmung kommen muss, sofern "über 200.000 Unterschriften für eine Gesetzesänderung vorliegen". In diesem Rahmen sprach sich Strache auch für eine Volksabstimmung über den Euro-Austritt aus - eben dann, "wenn das Volk das wünscht".

Koalitionsvarianten wollte Strache gar keine ausschließen, auch nicht unter Beteiligung Stronachs: "Ich grenze keine Partei aus. Das ist eine inhaltliche Frage und nicht eine Frage von Farbenspielen."

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