Darlehen umgewandelt

Stronach: Drei Millionen für das Team

07.02.2014

Nur die Darlehen an Niederösterreich, Kärnten und Tirol bleiben bestehen.

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© TZ ÖSTERREICH
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Frank Stronach hat sich nicht nur großzügig gegenüber der Salzburger Landespartei, sondern auch gegenüber fünf anderen Landesorganisationen gezeigt. Die Bundespartei hat Darlehen über insgesamt 2,97 Mio. Euro in Spenden umgewandelt, gab der Rechnungshof auf seiner Homepage bekannt. Nicht dabei sind die Landesorganisationen Kärnten und Niederösterreich sowie die abgespaltenen Tiroler.

   Neben der bereits bekannten Umwidmung eines Darlehens über 1,3 Mio. Euro in eine Spende an die Salzburger Landespartei wurden zusätzlich 280.000 Euro an das Burgenland, 310.000 Euro an Oberösterreich, 690.000 Euro an die Steiermark, 170.000 Euro an Vorarlberg und 230.000 Euro an die Wiener Landespartei als Spenden beim RH gemeldet. Dabei handle es sich ebenfalls um die Umwandlung von Darlehen, die zum Aufbau der Länderorganisationen seit der Gründung gewährt wurden, sagte Team Stronach-Anwalt Michael Krüger am Freitag zur APA.

   Das Tiroler Team Stronach erhielt keine Spende, "weil es dort keine Partei mehr gibt", sagte Krüger, die offenen Forderungen wurden von der Bundespartei abgeschrieben. Die Darlehen an Kärnten und Niederösterreich wurden ebenfalls nicht in Spenden umgewidmet, da diese im Gegensatz zu den anderen Landesorganisationen Parteienförderung erhalten würden, so Krüger. Allerdings wird auch das Kärntner Team Stronach wegen Überschreitung der Wahlkampfkosten vorerst keine Parteienförderung erhalten, das Team Stronach hat dagegen eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht.

   Das niederösterreichische Team Stronach erhalte für das Jahr 2014 etwa 1,6 Mio. Euro an Parteienförderung, das bestehende Darlehen werde man ordnungsgemäß zurückzahlen, sagte der Pressesprecher der niederösterreichischen Landespartei zur APA. Die Salzburger Partei erhält zwar Parteienförderung, aber "eine ganz niedrige", sagte Krüger und begründete die 1,3 Mio. Spende außerdem mit den anstehenden Gemeinderatswahlen.

   Insgesamt belaufen sich die Geldspenden des Parteigründers nach wie vor auf über 21 Mio. Euro - zusätzlich zu einem weiter bestehenden Darlehen über zehn Mio. Euro, bestätigte Krüger. Ob es noch weitere Spenden des Austro-Kanadiers geben wird oder ob das Darlehen in Spenden umgewandelt wird, konnte Krüger nicht sagen.
 

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