Nach BZÖ-Rauswurf

Tadler bleibt parteifreier Abgeordneter

20.01.2010

Buchers Vorwürfe seien laut Tadler "falsch und bösartig".

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© AP/Parlament
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Der Salzburger Abgeordnete Erich Tadler will nach seinem Rauswurf aus dem Parlamentsklub des BZÖ wegen angeblicher finanzieller Forderungen im Nationalrat bleiben und als "parteifreier, unabhängiger Mandatar" für Salzburg weiter arbeiten. Den Vorwurf, er habe für seinen Verbleib im BZÖ-Klub Geld gefordert, wies Tadler am Mittwoch zurück.

"Zu welchem Klub sollte ich gehen?"
"Ich wurde als Parteifreier in den Nationalrat gewählt, und als solcher will ich auch nach der Trennung vom BZÖ-Klub weitermachen", sagte der Salzburger. "Zu welchem Klub sollte ich gehen? Ich suche mir bei den Salzburger Themen meine Mehrheiten", in Sachfragen seien also jederzeit Koalitionen möglich.

Den Vorwurf Buchers, er habe Geld für seinen Verbleib bei den Orangen verlangt, bezeichnete Tadler als "völlig missverständlich, falsch und bösartig". Er habe allerdings eine spürbare Unterstützung für das BZÖ in Salzburg eingefordert, weil es an Organisation und Infrastruktur fehle, und dafür seien natürlich auch finanzielle Mittel notwendig. Bisher habe er, Tadler, das Büro in Salzburg zur Verfügung gestellt.

BZÖ fordert Mandat zurück
Die Salzburger BZÖ-Landesgruppe meldete indes Anspruch auf den Sitz im Parlament an: "Wir erwarten, dass er (Tadler, Anm.) das Mandat zurücklegt und dem BZÖ Salzburg wieder zur Verfügung stellt", sagte Landesobmann Robert Stark am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Salzburg.

Tadler habe im Übrigen nichts für das BZÖ Salzburg fordern können, weil er diesem als parteifreier Abgeordneter gar nicht angehöre, so Stark. Der Landesobmann will nun noch weitere Gespräche mit dem Abgeordneten führen, die Entscheidung, ob dieser sein Mandat zur Verfügung stelle, liege aber bei Tadler selbst. Nächster auf der Liste ist Stark, gefolgt von seinem Stellvertreter als Landesobmann, Markus Fauland. Wer den Sitz im Falle eines Rücktritts annehmen würde, müsse dann erst geklärt werden.

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