Minister Hofer steigt aufs Gas

Tempo 140 bald auf fast allen Autobahnen

17.09.2018

Kritik von SPÖ, Pilz und VCÖ an Minister Hofers Plänen zu 140 km/h auf der Autobahn. 

Zur Vollversion des Artikels
© APA/BMVIT/MIKE RANZ
Zur Vollversion des Artikels

Wien. FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer hatte es am Sonntag exklusiv in ÖSTERREICH angekündigt: Er will Tempo 140 auf zwei Drittel der Autobahnen ausweiten, sollte der Testversuch gut laufen. „Mein großer Wunsch ist: Wenn dieses Projekt gut funktioniert, werden wir genau festlegen, auf welchen Autobahnen aufgrund der Sicherheitslage Tempo 140 möglich ist“, so Hofer: „Wo es nicht geht, werden wir das mit Verkehrsbeeinflussungsanlagen eben herunterregeln.“

Parlamentarische Anfrage von Liste Pilz zu Tempo 140

ÖSTERREICH-Recherchen zufolge könnte die Erhöhung des Tempolimits bereits im Jahr 2020 starten. Denn die von Hofer angesprochene Testphase läuft seit 1. August ein Jahr lang. Danach lässt der Minister das Projekt evaluieren. Danach könnte Tempo 140 eingeführt werden.

Kritik von SPÖ, Liste Pilz. Kritik an Hofers Plänen kommt von der Opposition – vor allem auch am Schweigen von ÖVP-Umweltministerin Elisabeth Köstinger. „Umweltministerin auf Tauchstation?“, fragt der SPÖ-Umweltsprecher Klaus Feichtinger. Die Liste Pilz brachte eine parlamentarische Anfrage ein und warnt vor mehr Straßenverkehrstoten. Der Verkehrsclub Österreich moniert, dass das Vorhaben im „Widerspruch zu Österreichs Klimazielen“ stehe. Köstinger wollte die Pläne auf ÖSTERREICH-Anfrage nicht kommentieren.

Köstinger hält weiter fest am "Luft-Hunderter"

Zu Tempo 140 äußert sich ÖVP-Umweltministerin Elisabeth Köstinger nicht, aber die Abschaffung des „Luft-Hunderters“ lehnt sie ab. „Das wird so nicht stattfinden“, so ein Sprecher von Köstinger. Es gebe keinen Anlass zu zweifeln, dass das gesenkte Tempolimit dem Umweltschutz dient. Sehr wohl plant Köstinger aber die Abschaffung des „Luft-Hunderters“ für E-Autos. FPÖ-Verkehrsminister Hofer will die Länder ersuchen, den „Luft-Hunderter“ auf bestimmten Strecken aufzuheben.

Zur Vollversion des Artikels